Der Amerikaner nickte.

«Das haben wir doch schon vereinbart», sagte er gleichmütig. «Vielleicht könnten Sie mir jetzt die Ware zeigen.»

«Sie haben das Geld bei sich — in Banknoten?»

«Ja», erwiderte der andere.

Er machte jedoch keine Anstalten, das Geld zu zeigen. Nach kurzem Zögern deutete Krassnine auf das Päckchen auf dem Tisch.

Der Amerikaner nahm es und wickelte das Packpapier ab. Mit dem Inhalt ging er zu einer kleinen Lampe und prüfte ihn sehr gründlich. Er schien zufrieden, zog aus seiner Tasche eine dicke lederne Brieftasche und entnahm ihr ein Bündel Banknoten. Diese gab er dem Russen, der sie sorgfältig zählte.

«In Ordnung?»

«Ich danke Ihnen, Monsieur. Alles ist korrekt.»

«Ah!», sagte der andere. Lässig steckte er sich das Päckchen in die Tasche. Er verbeugte sich vor Olga. «Guten Abend, Mademoiselle. Guten Abend, Monsieur Krassnine.»

Er ging hinaus und schloss die Tür hinter sich. Die Augen der beiden im Raum trafen sich. Der Mann fuhr mit der Zunge über seine trockenen Lippen.

«Ich frage mich — ob er je zu seinem Hotel zurückkommt?»

Wie auf Verabredung gingen die beiden ans Fenster. Sie kamen gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie der Amerikaner unten auf die Straße trat. Er wandte sich nach links und ging raschen Schrittes die Straße entlang, ohne sich auch nur einmal umzusehen. Aus einem Hausflur stahlen sich zwei Schatten und folgten ihm lautlos. Die Verfolger und der Verfolgte verschwanden in der Nacht. Olga Demiroff sagte:

«Er wird unbehelligt heimkommen. Du hast nichts zu befürchten — oder zu hoffen — was auch immer.»

«Warum glaubst du, dass er sicher ist?», fragte Krassni-ne neugierig.

«Ein Mann, der so viel Geld gemacht hat wie er, kann kein Dummkopf sein», sagte Olga. «Und da wir von Geld reden.»



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