
Als er um die nächste Ecke bog, erreichte er eine recht bewegte Szenerie. Ein Hüter des Gesetzes schrieb etwas in sein Notizbuch, und ein paar späte Passanten hatten sich angesammelt. Einen von ihnen bat der Weißhaarige höflich um Auskünfte.
«Hier ist etwas vorgefallen, nicht wahr?»
«Mais oui, Monsieur. Zwei Apachen haben einen älteren amerikanischen Herrn überfallen.»
«Haben sie ihm etwas getan?»
«Aber keineswegs.» Der Mann lachte. «Der Amerikaner hatte einen Revolver in der Tasche, und ehe sie ihm etwas tun konnten, hat er sie so mit Kugeln eingedeckt, dass die Kerle Angst gekriegt haben und geflohen sind. Die Polizei ist wie üblich zu spät gekommen.»
«Ah!», bemerkte der Frager.
Er zeigte keinerlei Gemütsregung.
Gelassen und unberührt nahm er seinen nächtlichen Bummel wieder auf. Bald überquerte er die Seine und gelangte in die reicheren Viertel der Hauptstadt. Etwa zwanzig Minuten später blieb er vor einem bestimmten Haus in einer ruhigen, eher aristokratischen Straße stehen.
Der Laden, denn ein solcher war es, wirkte zurückhaltend und unaufdringlich. D. Papopoulos, Antiquitätenhändler, war so berühmt, dass er keine Reklame brauchte, und tatsächlich machte er die meisten Geschäfte nicht am Ladentisch. Monsieur Papopoulos besaß eine sehr elegante Wohnung an den Champs-Elysees, und man hätte ihn natürlich zu dieser Zeit eher dort erwartet als in seinem Geschäft, aber der Weißhaarige schien seiner Sache sicher, als er die fast verborgene Türglocke drückte, nachdem er zunächst einen schnellen Blick die verlassene Straße hinauf und hinab geworfen hatte.
Seine Zuversicht war gerechtfertigt. Die Tür öffnete sich, und ein Mann stand im Rahmen. Er trug goldene Ohrringe und war von eher dunkler Hautfarbe.
