
»Nur für Sie?«
»Ja.«
»Aber dann haben Sie seit zehn Jahren keine Rechnungen mehr bezahlt, oder?«
»Ich habe mich mit meinen Lieferanten geeinigt und sie alle am ersten Januar des vergangenen Jahres bezahlt, alles in allem an die dreihunderttausend Francs. Und weil ich mich so gut an Bonapartes Zornesausbruch damals erinnere, mache ich mir heute so große Sorgen.«
»Und seit dem ersten Januar vergangenen Jahres haben Sie Handschuhe für vierzigtausend Francs benötigt?«
»So scheint es zu sein, Bourrienne, wenn man diesen Betrag von mir verlangt.«
»Hm! Und was soll ich jetzt tun?«
»Wenn Bonaparte heute Morgen gute Laune hat, dann wünschte ich, Sie könnten diskret die Situation andeuten.«
»Warum ist er eigentlich nicht bei Ihnen? Hat es Streit zwischen Ihnen gegeben?«, fragte Bourrienne.
»Nein, ganz und gar nicht. Gestern Abend ging er in bester Laune mit Duroc aus, um die Stimmung der Pariser zu taxieren, wie er es nennt. Er wird spät zurückgekommen sein, und um mich nicht zu wecken, hat er in seinem Junggesellenzimmer geschlafen.«
»Und wenn er gute Laune hat und ich Ihre Schulden anspreche und er mich fragt, auf welche Höhe sie sich belaufen, was sage ich ihm dann?«
»Ach! Bourrienne!« Joséphine versteckte den Kopf unter der Bettdecke.
»Der Betrag ist also erschreckend hoch?«
»Entsetzlich hoch.«
»Und wie viel ist es?«
»Ich wage es Ihnen nicht zu sagen.«
»Dreihunderttausend Francs?«
Joséphine seufzte.
»Sechshunderttausend?«
Ein erneuter Seufzer Joséphines, ausdrücklicher als zuvor.
»Ich muss gestehen, dass Sie mir Angst machen«, sagte Bourrienne.
»Ich habe die ganze Nacht gerechnet, mit meiner Freundin Madame Hulot, die sich hervorragend darauf versteht, denn wie Sie wissen, lieber Bourrienne, verstehe ich von der Rechenkunst überhaupt nichts.«
