»Und Sie schulden?«

»Mehr als zwölfhunderttausend Francs.«

Bourrienne zuckte unwillkürlich zurück. »Sie haben recht«, sagte er, diesmal ohne zu lachen, »der Erste Konsul wird vor Zorn außer sich sein.«

»Wir sagen ihm einfach nur die Hälfte«, sagte Joséphine.

»Ganz schlecht«, sagte Bourrienne und schüttelte den Kopf. »Sagen Sie ihm alles, wenn Sie es schon ansprechen, das rate ich Ihnen.«

»Nein, Bourrienne, nein, niemals!«

»Aber wie wollen Sie die zweiten sechshunderttausend Francs aufbringen?«

»Ach! Als Erstes mache ich nie wieder Schulden, denn das macht einen wirklich zu unglücklich.«

»Und die sechshunderttausend Francs?«, wiederholte Bourrienne.

»Ich werde sie nach und nach mit meinen Ersparnissen abtragen.«

»Sie irren sich. Der Erste Konsul, der auf die gewaltige Summe von sechshunderttausend Francs nicht gefasst ist, wird sich über zwölfhunderttausend Francs nicht mehr aufregen als über sechshunderttausend, ganz im Gegenteil: Je heftiger der Schlag, desto betäubter wird er sein. Er wird Ihnen die zwölfhunderttausend Francs geben, und Sie sind Ihrer Sorgen ledig.«

»Nein, nein«, rief Joséphine, »versuchen Sie mich nicht zu überreden, Bourrienne. Ich kenne ihn, er würde in einen fürchterlichen Zorn geraten, und ich kann es nicht ertragen, wenn er tobt und wütet.«

Im selben Augenblick ertönte die Klingel, mit der Bonaparte den Büroschreiber rief, zweifellos um zu erfahren, wo sich Bourrienne befand.

»Hören Sie?«, sagte Joséphine. »Er ist schon in seinem Arbeitszimmer. Gehen Sie schnell zu ihm, wenn er gute Laune hat – Sie wissen schon...«

»Zwölfhunderttausend Francs, richtig?«, fragte Bourrienne.

»Nein, sechshunderttausend Francs, um Gottes willen, keinen Sou mehr!«



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