Am Berghang fanden sie sich, aber die Spukgestalten schlichen sich unter sie und drangen von hinten auf sie ein mit Speeren und Messern und verschwanden sofort wieder. Da begannen die Kargs den Berg hinunterzulaufen, alle zusammen, von Furcht getrieben, ohne anzuhalten, bis sie sich plötzlich außerhalb des Nebels wiederfanden und der Fluß und die Schluchten unterhalb des Dorfes klar und deutlich in der hellen Morgensonne vor ihnen lagen. Hinter ihnen, quer über dem Pfad, lag eine graue Wand, in der es quirlte und quellte, und die alles Darunterliegende verbarg. Aus ihr brachen noch zwei oder drei Nachzügler hervor, die sich eilends vorwärts schleppten und ihre langen, wippenden Lanzen fest umklammert hielten. Keiner blickte sich mehr um. Alle strebten sie dem Tal zu, so schnell sie konnten, hinweg aus dieser verhexten Gegend.

Weiter unten im Nordtal kam es zu erbitterten Kämpfen. Die Städte des Ostwaldes, von Ovark bis an die Küste, hatten ihre waffenfähigen Männer aufgerufen, die jetzt gegen die Angreifer von Gont zogen. Ein Trupp nach dem andern kam von den Hängen herab, und den ganzen Tag bis tief in die Nacht hinein griffen sie die Kargs an und setzten ihnen hart zu. Sie drängten sie zurück bis zur Küste oberhalb des Osthafens, und dort, wo die Kargs ihre Schiffe vom Brand zerstört vorfanden, verteidigten sie sich mit dem Rücken gegen das Meer bis zum letzten Mann. Der Strand an der Armündung war braun von vergossenem Blut, und erst die zurückkehrende Flut spülte ihn wieder rein.

Oben in Zehnellern blieb der Nebel noch eine Weile liegen; dann aber bewegte er sich und begann nach oben zu schweben und sich allmählich aufzulösen. Vereinzelt sah man Männer sich erheben und im hellen Licht der Morgensonne umschauen. Hier lag ein Karg mit langem, blutigen Blondhaar, dort lag der Gerbermeister, der wie ein König in der Schlacht gefallen war.

Am Dorfende brannte noch immer das Haus. Man eilte, es zu löschen, denn der Angriff war siegreich zurückgeschlagen.



13 из 202