«Wir werden in einer knappen Stunde Anker werfen, Sir«, sagte Bo-litho.»Ich habe entsprechenden Befehl gegeben, so daß Sie an Land gehen können, sobald es Ihnen genehm ist. «Plötzlich fielen ihm die langen Meilen auf schlechten, holperigen Straßen ein, die Schmerzen und Unbequemlichkeiten, die der Admiral auszuhalten hatte, bis er in seinem Heim in Norfolk war.»Mein Haus steht Ihnen selbstverständlich so lange zur Verfügung, wie Sie es wünschen, Sir.»

«Danke. «Der Admiral rückte die Schultern in dem schweren Rock zurecht.»Im Kampf für sein Vaterland zu fallen, ist eine Art zu sterben, aber…«Er seufzte und ließ den Rest ungesagt.

Bolitho sah ihn ernst und nachdenklich an. Er hatte den Admiral schätzengelernt, seine gemessene Anteilnahme, seine Menschlichkeit gegenüber den Angehörigen des kleinen Geschwaders.

«Wir werden Sie vermissen, Sir«, sagte er. Es war ganz ehrlich gemeint, und doch empfand er seine Worte als unangebracht.»Ich vor allem schulde Ihnen sehr viel, wie Sie wissen.»

Der Admiral kam um den Tisch herum. Neben Bolithos hoher schlanker Gestalt wirkte er sehr alt und sehr wehrlos seinem Schicksal gegenüber. Nach einer kleinen Pause erwiderte er:»Sie schulden mir gar nichts. Ohne Ihre Loyalität wäre ich schon ein paar Wochen, nachdem ich meine Flagge hier gehißt hatte, erledigt gewesen. «Er hob die Hand.»Nein, lassen Sie mich ausreden. Viele Flaggkapitäne hätten meine Krankheit ausgenutzt, um sich persönliche Vorteile zu verschaffen und vor den Höchstkommandierenden ihre Unentbehrlichkeit zu beweisen. Doch Sie haben immer nur gegen die Feinde des Vaterlandes gekämpft und sich mit ganzer Kraft für Ihre Untergebenen eingesetzt; wenn Sie auch ab und zu Ihre eigenen Interessen wahrnehmen würden, dann hätten Sie bestimmt schon längst den Rang, den Sie verdienen. Es ist keine Schande, daß Sie sich nicht genügend um Ihren persönlichen Aufstieg gekümmert haben, aber es ist ein Verlust für England.



10 из 404