Vielleicht wird Ihr neuer Admiral ebenso wie ich zu schätzen wissen, was Sie für ein Mann sind, und wird besser als ich imstande sein, Ihre. «Ein Hustenanfall unterbrach seine Rede; er preßte das blutige Taschentuch vor den Mund, bis der Krampf vorüber war.»Sorgen Sie dafür«, sagte er mühsam,»daß mein Sekretär und mein Steward rechtzeitig an Land gehen. Ich komme gleich an Deck. «Er wandte den Kopf ab.»Aber jetzt möchte ich ein Weilchen allein sein.»

Stumm und nachdenklich ging Bolitho wieder hinauf an Deck. Der Himmel war jetzt klar und hellblau, die See vor der nächsten Landzunge blinkte und glitzerte. Dieses Wetter, dachte er, würde es dem Admiral nur noch schwerer machen, von Bord zu gehen.

Er überschaute das Oberdeck in seiner ganzen Länge, sah die Matrosen an den Brassen, die Toppsgasten, die schon auf die Rahen ausgeschwärmt waren und sich schwarz vom klaren Himmel abhoben. Die Euryalus machte kaum Fahrt, da nur noch Mars- und Klüversegel standen; der breite Rumpf stampfte leicht, als wolle er prüfen, wieviel Wasser er noch unterm Kiel hatte. Wer von der Mannschaft nichts zu tun hatte, spähte zur Küste mit den sauberen Häusern und den grünen Hügeln hinüber. Die Hügel waren mit winzigen Kühen gesprenkelt; unter den Mauern von Pendennis Castle grasten Schafherden.

Stille hing über dem Schiff, nur vom Klatschen des Wassers gegen die Luvseite, vom taktmäßigen Quietschen der Takelage, vom Flüstern der Segel hoch oben unterbrochen. Der weitaus größte Teil der

Besatzung würde nicht an Land gehen dürfen, das wußten die Männer ganz genau. Und doch war es wie ein Nachhausekommen; jeder Seemann empfand das so, selbst wenn er es sich nicht erklären konnte.

Bolitho ließ sich von einem Midshipman ein Teleskop geben und studierte die Küstenlinie. Er verspürte das bekannte Ziehen im Herzen dabei. Ob wohl seine Haushälterin und Ferguson, sein Verwalter, wußten, daß er kam, und ob sie jetzt das langsame Näherkommen des Dreideckers beobachteten?



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