Ein kleiner Schauer überlief ihn, und er war ganz froh, daß er sich von Mrs. Ferguson hatte überreden lassen, den dicken Bootsmantel anzuziehen. Hier oben war es kalt und die Luft feucht. Vor Sonnenaufgang würde wieder Nebel aufkommen.

Er hörte Alldays schweren Atem neben sich und sagte:»Nicht mehr weit. Der Gasthof liegt ungefähr eine halbe Meile vor uns.»

«Das alles gefällt mir nicht, Captain«, knurrte Allday.

«Es muß Ihnen auch nicht gerade gefallen. «Bolitho sah ihn an. Er hatte Allday in den Grundzügen gesagt, worum es ging, aber nicht mehr. Gerade so viel, damit er sich in Sicherheit bringen konnte, falls etwas schiefging.»Sie haben doch hoffentlich nicht vergessen. «Er brach ab und packte Allday am Arm.»Was war das?»

Allday stellte sich in die Steigbügel.»Ein Hase vielleicht?»

Der Anruf kam so plötzlich wie ein Schuß.»Stehenbleiben! Und die Hände so hoch, daß wir sie sehen können!»

«Bei Gott, ein verdammter Hinterhalt!«Allday griff nach seinem Entersäbel.

«Laß das!«Bolitho riß sein Pferd herum und schlug Allday die Hand vom Säbelgriff.»Genau das habe ich erwartet, Mann!»

«Sachte, Käpt'n!«sprach die Stimme von vorhin.»Wir wollen Ihnen ja nichts tun, aber.»

Eine andere Stimme, härter und gespannter, fuhr dazwischen:»Wir haben keine Zeit zu verlieren! Entwaffne sie, und zwar schnell!»

Es schienen etwa drei Mann zu sein. Eine schattenhafte Gestalt griff an Alldays Seite und befreite ihn von seinem Entersäbel. Bolitho hörte, wie der Stahl klirrend auf den steinigen Weg fiel. Neben ihm tauchte ein anderer Mann aus dem Dunkel auf.»Und Sie auch, Sir. Sie haben doch bestimmt Pistolen mit?»

Bolitho reichte sie ihm zusammen mit dem Säbel hinunter und sagte kaltblütig:»Ich habe ja gehört, daß es eine Vertrauenssache ist, aber ich wußte nicht, daß das Vertrauen einseitig sein soll.»



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