
»Möchten Sie sonst noch etwas wissen?«
»Zwei kleine Fragen. Diese Zange hier« - er nahm die Faulenzerzange in die Hand - »lag sie immer auf diesem Schreibtisch?«
»Ja. Vater bückte sich nicht gern.«
»Und nun die zweite Frage. Konnte Ihr Vater gut sehen?«
»Oh - er konnte überhaupt nicht sehen - ich meine, nicht ohne seine Brille. Seine Augen waren immer schlecht, schon von Kindheit an.«
»Aber mit der Brille?«
»Damit sah er natürlich ganz gut.«
»Konnte er Zeitungen und kleinen Druck lesen?«
»Doch, ja.«
»Das wäre alles, Mademoiselle.«
Sie verließ das Zimmer.
Poirot murmelte:
»Ich war ja dumm. Die ganze Zeit über hatte ich es direkt vor der Nase. Aber man sieht ja bekanntlich den Wald vor lauter Bäumen nicht.«
Noch einmal lehnte er sich aus dem Fenster. Da unten, auf dem schmalen Weg zwischen dem Haus und der Fabrik, sah er einen kleinen, dunklen Gegenstand.
Hercule Poirot nickte befriedigt und begab sich wieder nach unten.
Die anderen saßen immer noch in der Bibliothek, und Poirot wandte sich an den Sekretär.
»Mr. Cornworthy, ich möchte, daß Sie mir die näheren Umstände schildern, die mit Mr. Farleys Aufforderung an mich verknüpft waren. Wann hat Mr. Farley, zum Beispiel, den Brief diktiert?«
»Mittwoch nachmittag - gegen halb sechs, soweit ich mich erinnere.«
»Haben Sie besondere Anweisungen für das Absenden erhalten?«
»Er bat mich, ihn selbst in den Kasten zu werfen.«
»Und haben Sie das getan?«
»Ja.«
»Hat er dem Butler besondere Instruktionen für meinen Empfang erteilt?«
»Ja. Er ließ Holmes - so heißt der Butler - durch mich bestellen, daß er um neun Uhr dreißig den Besuch eines Herrn erwarte. Der Butler sollte sich nach dem Namen erkundigen und sich auch den Brief zeigen lassen.«
»Ziemlich seltsame Vorsichtsmaßregeln.«
