
Cornworthy zuckte die Achseln. »Mr. Farley«, sagte er gemessen, »war ein ziemlich seltsamer Mensch.«
»Erhielten Sie noch andere Anweisungen?«
»Ja. Er trug mir auf, den Abend für mich zu verbringen.«
»Haben Sie das getan?«
»Ja, ich bin sofort nach dem Essen ins Kino gegangen.«
»Wann sind Sie zurückgekehrt?«
»Gegen ein Viertel nach elf war ich wieder im Hause.«
»Haben Sie Mr. Farley an diesem Abend noch gesehen?«
»Nein.«
»Und am nächsten Morgen hat er die Angelegenheit auch nicht erwähnt?«
»Nein.«
Poirot ließ eine Pause eintreten und fuhr dann fort:
»Als ich kam, wurde ich nicht in Mr. Farleys eigenes Zimmer geführt.«
»Nein. Er ließ Holmes durch mich ausrichten, daß er Sie in mein Zimmer führen solle.«
»Warum eigentlich? Wissen Sie das?«
Cornworthy schüttelte den Kopf.
»Ich habe Mr. Farley nie nach dem Grund seiner Anordnungen gefragt«, sagte er trocken. »Das hätte er mir sehr übel genommen.«
»Hat er Besucher gewöhnlich in seinem eigenen Zimmer empfangen?«
»Meistens, aber nicht immer. Manchmal sprach er mit ihnen in meinem Zimmer.«
»War ein besonderer Grund dafür vorhanden?«
Hugo Cornworthy überlegte.
»Nein. Ich glaube kaum. Ich habe eigentlich nie darüber nachgedacht.«
Poirot wandte sich an Mrs. Farley.
»Gestatten Sie, daß ich nach Ihrem Butler klingle?«
»Gewiß, Monsieur Poirot.«
Sehr korrekt, sehr höflich erschien der Butler auf das Klingelzeichen hin. »Sie haben geläutet, Madam?«
Mrs. Farley deutete auf Poirot, und Holmes fragte höflich:
»Ja, Sir?«
»Wie lauteten Ihre Instruktionen, Holmes, am Donnerstag abend, als ich hierherkam?«
Holmes räusperte sich und sagte:
»Nach dem Essen sagte mir Mr. Cornworthy, daß Mr. Farley um neun Uhr dreißig einen Mr. Hercule Poirot erwarte. Ich sollte den Herrn nach seinem Namen fragen und mir diese Angaben durch das Vorzeigen eines Briefes bestätigen lassen. Dann sollte ich ihn in Mr. Cornworthys Zimmer bringen.«
