Sie reichte dem Parkwächter ihren Schein, worauf er wegging und ihr Auto holte.

Zwei Minuten später fuhr Diane in Richtung Norden, nach Hause.

An der Straßenecke befand sich ein Stoppschild. Als Diane anhielt, kam ein gut gekleideter junger Mann, der am Straßenrand stand, auf ihren Wagen zu. »Entschuldigen Sie. Ich habe mich verirrt. Könnten Sie ...?«:

Diane ließ das Fenster herunter.

»Könnten Sie mir sagen, wie ich zum Hollandtunnel komme?« Er sprach mit italienischem Akzent.

»Ja. Das ist ganz einfach. Fahren Sie zur ersten .«

Der Mann hob die Hand, in der er eine Schusswaffe mit Schalldämpfer hielt. »Raus aus dem Auto. Schnell!«

Diane wurde blass. »In Ordnung. Bitte nicht ...« Als sie die Tür öffnen wollte, ging der Mann einen Schritt zurück. Diane trat das Gaspedal durch und raste los. Sie hörte, wie die hintere Scheibe zersplitterte, als sie von einer Kugel durchschlagen wurde, dann einen dumpfen Knall, als ein weiterer Schuss das Heck des Wagens traf. Ihr Herz schlug so heftig, dass sie kaum Luft bekam.

Diane Stevens hatte über Autoentführungen gelesen, aber nicht im Entferntesten daran gedacht, dass ihr so etwas passieren könnte. Außerdem hatte der Mann sie töten wollen. Gehörte das zum Vorgehen von Autoentführern? Diane griff zu ihrem Handy und wählte die 911. Es dauerte fast zwei Minuten, bis sich jemand meldete.

»Neun-eins-eins. Was liegt vor?«

Als Diane erklärte, was vorgefallen war, war ihr bereits klar, dass die Sache aussichtslos war. Der Mann war mittlerweile längst verschwunden.



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