»Er müsste jeden Moment eintreffen.«

Das Röhren der Triebwerke wurde lauter. Die Maschine setzte sich in Bewegung.

Diane blickte aus dem Fenster und wurde blass. »Richard, wir rollen.«

Richard schaute Diane überrascht an. »Bist du dir sicher?«

»Schau doch aus dem Fenster.« Sie verlor zusehends die Fassung. »Sag ... sag dem Piloten .«

»Was soll ich ihm denn sagen?«

»Dass er anhalten soll.«

»Das kann ich nicht. Er ist bereits auf der Startbahn.«

Einen Moment lang herrschte Schweigen, dann blickte Diane ihn mit weit aufgerissenen Augen an. »Wohin fliegen wir?«

»Ach, habe ich dir das nicht gesagt? Wir fliegen nach Paris. Du hast doch gesagt, du magst die französische Küche.«

Sie keuchte auf. Dann verzog sie das Gesicht. »Richard, ich kann jetzt nicht nach Paris fliegen! Ich habe nichts zum Anziehen dabei, nicht mal mein Make-up. Ich habe keine .«

»Soweit ich weiß, gibt es in Paris allerhand Geschäfte, in denen man einkaufen kann.«

Sie blickte ihn einen Moment lang sprachlos an, dann schlang sie die Arme um ihn. »Ach, du verrückter Kerl. Ich liebe dich.«

Er grinste. »Du hast dir doch eine Hochzeitsreise gewünscht. Das ist sie.«

5

In Orly stand eine Limousine bereit, die sie zum Hotel Plaza Athénée brachte.

»Ihre Suite ist für Sie vorbereitet, Mr. und Mrs. Stevens«, sagte der Direktor, als sie im Hotel eintrafen.

»Vielen Dank.«

Sie waren in Suite Nummer 310 untergebracht. Der Hoteldirektor schloss die Tür auf und ließ Diane und Richard eintreten. Diane blieb erschrocken stehen. An den Wänden hing ein halbes Dutzend Bilder von ihr. Sie wandte sich an Richard. »Ich ... Wie ist das ...?«

»Keine Ahnung«, erwiderte Richard treuherzig. »Ich nehme an, die Leute hier haben ebenfalls Geschmack.«



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