
Aufmerksam musterte der Anwalt die Frau im Zeugenstand.
Diane Stevens war Anfang dreißig. Anmutig und elegant. Fein geschnittenes Gesicht. Weiches, fließendes Haar. Grüne Augen. Zauberhafte Figur. Ein Ausstrahlung, die mädchenhaft und natürlich wirkte. Sie trug ein schickes, maßgeschneidertes, schwarzes Kostüm. Rubinstein war es nicht entgangen, dass sie tags zuvor bei den Geschworenen einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hatte. Bei ihr musste er vorsichtig sein und sich genau überlegen, wie er sie zu fassen bekam. Er entschied sich für den Anglertrick.
Rubinstein ließ sich Zeit, als er zum Zeugenstand ging, und sprach sie dann mit sanfter Stimme an. »Mrs. Stevens, Sie haben gestern ausgesagt, dass Sie an dem besagten Tag, dem vierzehnten Oktober, mit Ihrem Wagen auf dem Henry Hudson Parkway unterwegs waren, als Sie feststellten, dass einer Ihrer Reifen Luft verlor, und an der Ausfahrt zur Hundertachtundfünfzigsten Straße auf eine Stichstraße zum Fort Washington Park abbogen.«
»Ja.« Ihre Stimme war weich und kultiviert.
»Weshalb haben Sie ausgerechnet an dieser Stelle angehalten?«
»Weil ich einen platten Reifen hatte. Ich wusste, dass ich von der Schnellstraße heruntermusste, und zwischen den Bäumen konnte ich das Dach einer Hütte sehen. Ich dachte, dort könnte mir vielleicht jemand helfen. Ich hatte keinen Ersatzreifen dabei.«
»Sind Sie Mitglied in einem Automobilclub?«
