Spicer warf einen Blick auf die Prozessliste, ein von T. Karl sorgfältig mit Druckbuchstaben beschriftetes Blatt Papier, und sagte:»Die Verhandlung ist eröffnet.«

Zu seiner Rechten befand sich der sechzigjährige ehrenwerte Finn Yarber aus Kalifornien, der seit zwei Jahren hier einsaß und noch fünf Jahre vor sich hatte. Er war wegen Steuerhinterziehung verurteilt — ein Racheakt, wie er noch immer allen versicherte, die es hören wollten, ein Kreuzzug des republikanischen Gouverneurs, der es geschafft hatte, die Wähler zu mobilisieren und Oberrichter Yarber aus dem Obersten Gericht des Staates Kalifornien zu entfernen. Die Gründe waren Yarbers Ablehnung der Todesstrafe und seine eigenmächtigen Verzögerungen der Hinrichtungen gewesen.

Die Leute hatten Blut sehen wollen, Yarber hatte das verhindert, und die Republikaner hatten einen Riesenzirkus veranstaltet. Seine Abwahl war ein voller Erfolg gewesen. Man hatte ihn also hinausgeworfen, und dann war die Steuerfahndung gekommen und hatte Fragen gestellt.

Er hatte in Stanford studiert, war in Sacramento angeklagt und in San Francisco verurteilt worden, und nun saß er seine Strafe in einem Bundesgefängnis in Florida ab.

Seit zwei Jahren war er nun schon hier, und noch immer kämpfte er gegen die Bitterkeit an. Er glaubte an seine Unschuld und träumte von einem Triumph über seine Feinde. Doch die Träume verblassten. Er verbrachte eine Menge Zeit allein auf der Aschenbahn, ließ sich von der Sonne bräunen und gab sich Phantasien von einem anderen Leben hin.

«Der erste Fall ist Schneiter gegen Magruder«, verkündete Spicer mit einer Stimme, als ginge es um ein bedeutendes Kartellrechtsverfahren.



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