«Schneiter ist nicht da«, sagte Beech.

«Wo ist er?«

«In der Krankenstation. Wieder mal Gallensteine. Ich komme gerade von dort.«

Hatlee Beech war der dritte Richter. Er verbrachte die meiste Zeit in der Krankenstation, wegen Hämorrhoiden, Kopfschmerzen oder geschwollenen Drüsen. Beech war mit sechsundfünfzig Jahren der jüngste der drei. Er hatte noch neun Jahre abzusitzen und war überzeugt, dass er im Gefängnis sterben würde. Er war Bundesrichter in Ost-Texas gewesen, ein in der Wolle gefärbter Konservativer, der sich in der Bibel bestens auskannte und in Verhandlungen gern daraus zitierte. Er hatte politische Ambitionen, eine nette Familie und Geld aus den Ölaktien der Familie seiner Frau gehabt. Außerdem war er mit einem Alkoholproblem geschlagen gewesen, von dem niemand etwas gewusst hatte, bis er im Yellowstone Park zwei Wanderer überfahren hatte. Beide waren ihren Verletzungen erlegen. Der Wagen, an dessen Steuer Beech gesessen hatte, war der einer jungen Frau gewesen, mit der er nicht verheiratet gewesen war. Sie hatte nackt auf dem Beifahrersitz gesessen, zu betrunken, um sich auf den Beinen zu halten.

Das hatte ihm zwölf Jahre eingebracht.

Joe Roy Spicer, Finn Yarber, Hatlee Beech, auch bekannt unter dem Namen» die Bruderschaft«: das Unterste Bundesgericht von Nord-Florida in Trumble, einem Bundesgefängnis ohne Maschendrahtzäune, Stacheldraht und Wachtürme. Wenn man schon in den Knast musste, saß man seine Zeit nach Möglichkeit in einem Bundesgefängnis wie Trumble ab.

«Sollen wir ein Versäumnisurteil ergehen lassen?«fragte Spicer Beech.

«Nein. Vertagen wir den Fall auf nächste Woche.«

«Na gut. Er wird uns schon nicht davonlaufen.«

«Ich erhebe Einspruch gegen eine Vertagung«, sagte Magruder, der irgendwo unter den Zuschauern saß.

«Tja, Pech«, erwiderte Spicer.»Der Fall ist auf nächste Woche vertagt.«

Magruder sprang auf.»Das ist jetzt schon das dritte Mal. Ich bin der Kläger. Ich hab ihn verklagt. Jedes Mal, wenn gegen ihn verhandelt werden soll, rennt er in die Krankenstation.«



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