«Ich gehe also zu ihm und frage ihn, was er von ValueNow hält, dieser neuen Gesellschaft, von der ich in Forbes gelesen hab«, erklärte Rook.»Die wollten an die Börse gehen und mir gefiel ihre Firmenphilosophie. ASS sagte, er würde sich darum kümmern, aber dann hörte ich nichts mehr von ihm. Also gehe ich noch mal zu ihm und frage ihn: >Was ist mit ValueNow?< Und er sagt, dass es seiner Meinung nach eine solide Gesellschaft ist und dass die Kurse steigen werden wie eine Rakete.«

«Das hab ich nicht gesagt«, unterbrach ihn Ass. Er saß weit hinten, abseits von den anderen, und hatte die verschränkten Arme auf die Lehne des Stuhls vor ihm gelegt.

«Hast du doch!«

«Hab ich nicht!«

«Jedenfalls hab ich die Clubmitglieder zusammengerufen und ihnen gesagt, dass ASS die Sache positiv beurteilt, und dann haben wir beschlossen, Anteile von ValueNow zu kaufen. Allerdings war das Zeichnungsangebot geschlossen, so dass Kleinanleger wie wir keine Chance hatten. Also gehe ich wieder zu ASS und sage: >Hör mal, könntest du nicht mal mit ein paar von deinen alten Kumpels von der Wall Street sprechen und uns ein paar Anteile von ValueNow besorgen?< Und er sagt, klar, kann er machen.«

«Das ist gelogen«, rief Ass.

«Ruhe«, sagte Richter Spicer.»Du kommst auch noch dran.«»Aber das ist gelogen«, sagte ASS, als gäbe es eine Regel, die Lügen verbot.

Wenn ASS Geld besaß, so war es ihm nicht anzumerken, jedenfalls nicht in Trumble. Bis auf die Stapel von Wirtschaftszeitschriften war seine zweieinhalb mal vier Meter große Zelle kahl und leer: keine Stereoanlage, kein Ventilator, keine Bücher oder Zigaretten — nichts von den Dingen, die alle anderen Gefangenen sich im Lauf der Zeit zulegten. Doch das nährte die Gerüchte nur noch mehr. Man hielt ihn für einen Geizhals, für einen komischen Vogel, der jeden Penny sparte und all sein Geld todsicher irgendwo im Ausland liegen hatte.



7 из 376