»Noch dazu gerade jetzt«, fiel ein Minister ein, »mitten in den Auseinandersetzungen mit den Kerak-Welten.«

Mit einer Handbewegung brachte sie Massan zum Schweigen.

»Die Duellmaschine«, sagte Leoh gelassen, »ist nichts weiter als ein psychonischer Apparat… genauso ungefährlich wie ein Tri-Di-Communicator. Sie versetzt lediglich zwei Männer in die Lage, eine gemeinsam geschaffene Traumwelt miteinander zu teilen. Sie können in dieser Traumwelt tun und lassen was sie wollen — können einen Streit auf die denkbar blutigste Weise bereinigen, und doch tragen sie genausowenig körperlichen Schaden davon wie in einem echten Traum. Menschen können sich der Duellmaschine bedienen als Ventil für ihre Aggressionen, für aufgestauten Frust und Haß, ohne dabei sich oder die Gesellschaft zu schädigen.«

»Ihre eigene Regierung hat eine der Maschinen getestet und vor über drei Jahren den Gebrauch auf Acquatainia zugelassen. Einigen der anwesenden Herren habe ich die Maschine persönlich demonstriert. Duellmaschinen sind inzwischen weit verbreitet im Terranischen Commonwealth und in benachbarten Nationen, wie auch in Acquatainia. Ich bin sicher, daß viele von Ihnen die Maschine selbst benutzt haben. Sie zum Beispiel, General.«

Der General war peinlich berührt. »Das hat überhaupt nichts mit dem gegenwärtigen Problem zu tun.«

»Zugegeben«, räumte Leoh ein. »Aber ich verstehe nicht, wie ein therapeutisches Gerät eine politische Krise auslösen sollte.«

»Lassen Sie mich bitte erklären«, sagte Massan. »Unser Staat hat außerordentlich heikle Verhandlungen mit den Regierungen benachbarter Nationen geführt. Es ging um die Wiederbewaffnung der Kerak-Welten. Sie haben von Kanus aus Kerak gehört?«

»Am Rande«, meinte Leoh. »Er ist eine Art politischer Führer, nicht wahr?«

»Von der schlimmsten Art. Er hat eine totale Diktatur auf den Kerak-Welten errichtet und will diese jetzt kriegsmäßig aufrüsten. Das ist ein eklatanter Bruch des Acquatainischen Vertrags, der erst vor dreißig terranischen Jahren abgeschlossen wurde.«



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