Der Rektor lächelte gezwungen. »Natürlich.«

»Die Acquatainier wollen vermutlich mit mir sprechen?« Es war eine überflüssige Frage.

»Sie warten am Tri-Di.«

»Die halten eine Transmissionsfrequenz über zweitausend Lichtjahre offen?« Leoh machte ein beeindrucktes Gesicht.

»Sie sind der Erfinder der Duellmaschine und der Chef von Psychonics Incorporated. Sie sind der einzige Mensch, der ihnen sagen kann, was schiefgegangen ist.«

»Tja, dann will ich sie nicht länger warten lassen.«

»Sie können das Gespräch hier führen«, sagte der Rektor und machte Anstalten, sich zu erheben.

»Nein, nein, bleiben Sie nur«, wehrte Leoh ab. »Und Sie auch«, fügte er, zu dem Hilfsdozenten gewandt, hinzu.

Der Rektor drückte eine Taste an seinem Schreibtisch-Kommunikator. Die gegenüberliegende Wand leuchtete einen Moment und schien sich dann aufzulösen. Sie blickten in ein anderes Arbeitszimmer, auf dem fernen Acquatania gelegen. Nervös aussehende Männer in Geschäftsanzügen und Uniformen drängten sich darin.

»Gentlemen«, sagte Dr. Leoh.

Mehrere Acquatainier versuchten ihm gleichzeitig zu antworten. Nach ein paar Sekunden wirren Durcheinanderredens blickten alle einen Mann in ihrer Mitte an — einen großen, intelligent und entschlossen wirkenden Zivilisten mit einem gepflegten schwarzen Vollbart.

»Ich bin Fernd Massan, der Vize-Premier von Acquatainia. Sie sind sich hoffentlich im klaren über die Krise, in die meine Regierung durch dieses Duell gestürzt wurde?«

Leoh blinzelte verwirrt. »Ich weiß nur, daß es offenbar Schwierigkeiten gegeben hat mit einer in Ihrem Cluster installierten Duellmaschine. Politische Krisen gehören nicht in mein Fach.«

»Aber Ihre Duellmaschine hat den Premierminister arbeitsunfähig gemacht«, rief einer der Generale erregt.



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