
»Verstehe. Der Vertrag beendete den acquatainisch-kerakischen Krieg, stimmt’s?«
»Einen Krieg, den wir gewonnen haben«, betonte der General.
»Und jetzt wollen die Kerak-Welten wiederaufrüsten und noch einmal ihr Glück versuchen«, riet Leoh.
»Genau.«
Leoh zuckte die Achseln. »Warum rufen Sie nicht die Star Watch zu Hilfe? Das ist doch eine typische Sache für die Raumpolizei. Und was hat das alles mit der Duellmaschine zu tun?«
»Lassen Sie mich erklären«, sagte Massan geduldig. Er winkte einem Assistenten, und hinter ihm auf der Wand erglomm eine riesige Tri-Di-Sternkarte.
Leoh erkannte sie sofort: die spiralförmige Galaxie der Milchstraße. Vom Rand, wo sich Sonne und Erde befanden, bis zum Sternenreichen Herzen der Milchstraße erstreckte sich das Terranische Commonwealth — Tausende von Sonnen und Myriaden von Planeten. Auf Massans Karte glomm das Commonwealth-Territorium in zartgrüner Farbe. Direkt anschließend lag der goldene Sternhaufen von Acquatania. Darum verteilt gab es Namen, die Leoh nur flüchtig kannte: Safad, Szarno, Etra und ein stecknadelgroßer Punkt mit der Bezeichnung Kerak.
»Weder der Acquataine Cluster noch unsere Nachbarnationen haben sich je dem Terranischen Commonwealth angeschlossen«, sagte Massan. »Kerak übrigens auch nicht. Deshalb kann die Star Watch nur intervenieren, wenn alle Betroffenen damit einverstanden sind. Natürlich würde Kanus niemals die Star Watch akzeptieren. Er will aufrüsten.«
Leoh schüttelte den Kopf.
»Was die Duellmaschine betrifft«, fuhr Massan fort, »so hat Kanus sie in eine politische Waffe verwandelt… «
»Aber das ist unmöglich! Ihre Regierung hat strikte Gesetze für den Gebrauch der Maschine erlassen. Die Duellmaschine darf nur für private Streitigkeiten benutzt werden. Sie ist völlig unpolitisch.«
