»Aber wenn Kanus Sie angreift, können Sie doch die Star Watch zu Hilfe rufen und…«

»So einfach liegt die Sache nicht. Kanus wird eine kleine Nation nach der anderen schlucken. Er kann einen Überraschungsschlag führen und eine Nation unterwerfen, bevor die Star Watch herbeigerufen werden kann. Schließlich hat er uns völlig isoliert, ohne einen einzigen Verbündeten. Dann wird er Acquatainia angreifen oder vielleicht einen Umsturz von innen her versuchen. Wenn Acquatainia fällt, wird das nur seinen Appetit auf fettere Beute wecken: die Unterwerfung des Terranischen Commonwealth. Kanus schreckt vor nichts zurück.«

»Und die Duellmaschine benutzt er als Werkzeug für seine ehrgeizigen Ziele«, sinnierte Leoh. »Gentlemen, mir bleibt wohl nichts übrig, als in den Acquataine Cluster zu reisen. Die Duellmaschine fällt in meinen Verantwortungsbereich, und wenn ein technischer Fehler oder ein Bedienungsfehler aufgetreten ist, werde ich mein Bestes tun, ihn zu beheben.«

»Darum wollten wir Sie bitten«, sagte Massan. »Danke.«

Die acquatainische Szene verblaßte, und die drei Männer im Rektorat sahen wieder eine solide Wand vor sich.

»Also«, meinte Leoh und blickte den Rektor an, »es scheint, ich muß um einen längeren Urlaub bitten.«

Der Rektor runzelte die Stirn. »Und es scheint, ich muß ihnen diesen Urlaub gewähren — obwohl das Studienjahr kaum angefangen hat.«

»Tut mir leid, aber es ist unumgänglich«, sagte Leoh. Mit einem breiten Grinsen fügte er hinzu: »Mein Assistent hier kann ohne Schwierigkeiten die Kurse zu Ende führen. Vielleicht gelingt es ihm sogar, die Vorlesungen ohne Störungen abzuhalten.«

Der Hilfsdozent bekam einen hochroten Kopf.

»Und jetzt«, murmelte Leoh, »möchte ich doch gerne wissen, wer dieser Kanus ist und warum er die Kerak-Welten in ein Waffenarsenal verwandeln will.«



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