
Bis der Reporter wieder auf seinem Platz auf der Galerie zurückgekehrt war, stand das Duell kurz vor seinem Fortgang.
Vor dem hochaufragenden unpersönlichen Gewirr der Maschine stand Dulaq inmitten seiner Berater. Ihm gegenüber wartete Odal mit seinen beiden Sekundanten.
»Sie brauchen nicht sofort zur zweiten Runde des Duells anzutreten«, sagte gerade ein Berater des Premierministers. »Warten Sie bis morgen. Ruhen Sie sich aus und sammeln Sie frische Kraft.«
Dulaqs rundes Gesicht kräuselte sich finster. Er warf dem leitenden Meditechniker, der in der Nähe der kleinen Gruppe wartete, einen fragenden Blick zu.
Der Meditechniker, der zum Bedienungspersonal der Duell maschine gehörte, gab zu bedenken: »Der Premierminister hat die Tests bestanden. Nach den Regeln des Duells ist er in der Lage, weiterzumachen.«
»Aber er kann doch für heute aufhören, stimmts?«
»Sofern Major Odal einverstanden ist.«
Ungeduldig schüttelte Dulaq den Kopf. »Nein. Ich mache weiter. Jetzt.«
»Aber…«
Die Züge des Premierministers wurden hart. Seine Berater verfielen in respektvolles Schweigen. Der leitende Meditechniker führte Dulaq zu seiner Kabine. Am anderen Ende der Maschine warf Odal den Acquatainiern einen Blick zu, lächelte unterkühlt und schlenderte zu seiner eigenen Kabine.
Dulaq blieb reglos sitzen und versuchte jeden Gedanken aus seinem Kopf zu verdrängen, während die Meditechniker die Neurokontakte an seinem Kopf und Oberkörper anbrachten. Sie beendeten ihre Arbeit und zogen sich zurück. Er war jetzt allein in der Kabine und blickte die kalkweißen Wände an, die bis auf den großen Bildschirm direkt vor seinen Augen völlig kahl waren. Der Schirm begann schwach zu glimmen, strahlte dann ein Kaleidoskop von Farben aus, die ineinander übergingen, sich dabei veränderten und vor seinem Blickfeld vorüberwallten. Dulaq fühlte sich in sie hineingezogen, unmerklich, unwiderstehlich, fühlte sich völlig in sie eintauchen…
