»Ich habe nichts gestohlen!«

Sir Henry zwang sich, in tiefen Zügen zu atmen. »Bist du diese brasilianischen Anleihen los geworden?«, fragte er Logan.

»Ich habe sie an Drummonds verkauft«, antwortete Logan, »ich bin dir verdammt dankbar, Henry, verdammt dankbar.«

»Bedanke dich bei Eleanor«, sagte Sir Henry. »Sie hat eine Meldung in einer Pariser Zeitung gesehen und daraus die richtigen Schlüsse gezogen. Kluges Mädchen, meine Tochter.«

»Schade um die Verlobung«, sagte Logan. Er beobachtete das zum Tode verurteilte Mädchen, das laut aufschrie, als Botting ihr die Ellbogen mit einem Stück Schnur fesselte. Er band sie so fest auf ihren Rücken, dass sie vor Schmerz stöhnte. Grinsend zog Botting die Kordel noch fester an und zwang das Mädchen, seine Brüste vorzurecken, dass der Stoff ihres billigen Kleides sich spannte. Reverend Cotton beugte sich so weit vor, dass sein Atem warm ihr Gesicht streifte. »Du musst bereuen, mein Kind, du musst bereuen.«

»Ich habe es nicht getan!« Sie atmete stoßweise, Tränen strömten über ihr verzerrtes Gesicht.

»Hände nach vorn, Mädchen!«, fuhr Botting sie an. Als sie linkisch die Hände hob, ergriff er ein Handgelenk, schlang ein Stück Kordel herum, das er anschließend auch um ihr zweites Handgelenk band. Da er ihr die Ellbogen so fest auf den Rücken gebunden hatte, konnte sie ihre Handgelenke vorn nicht mehr aneinander legen, und so begnügte er sich damit, sie nur zu fesseln.

»Sie tun mir weh«, jammerte sie.

»Botting?«, mischte sich der Verwalter ein.



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