»Ist hier jemand?« fragte Ol laut.

Keine Antwort. Die beiden suchten das Zimmer ab, konnten aber keinen Menschen entdecken.

»Laß uns noch einmal ganz gründlich nachschaun«, schlug Vi vor.

Sie stöberten in sämtlichen Ecken, schauten unter den Tisch, in die Schränke. Umsonst! Da war niemand. Blieb nur noch die Möglichkeit, daß sich die Eisenbahn zufällig angeschaltet hatte.

Sie waren noch mitten beim Suchen, als erneut ein leises Klingen ertönte. Der Zug drehte abermals seine Runden!

Plötzlich bemerkte Ol, daß der Sensorschalter aufleuchtete, als wäre er gerade erst betätigt worden. Aber von wem? Vi oder er hatten ihn auf keinen Fall berührt.

Ol sah, daß seine Frau ebenfalls auf den Schalter starrte und ein leichtes Zittern nicht unterdrücken konnte. Er ging zu ihr, um ihr beruhigend über den Kopf zu streichen. Doch zwischen seinen Fingern und ihren Haaren tanzten auf einmal Funken.

»Meine Güte, du bist ja elektrisch aufgeladen wie ein Kugelblitz«, sagte Ol. »Du wirst uns noch die Wohnung abbrennen.«

Der spaßhafte Ton ihres Mannes beruhigte Vi ein wenig, ihre Erstarrung löste sich. Dann aber zog sie ihn am Ärmel und legte den Finger auf die Lippen:

»Psst! Da ist jemand im Wohnzimmer!«

Sie schlichen zum Korridor, und Ol öffnete vorsichtig die Tür.

Im Wohnzimmer unterhielt sich der große Fernsehsessel mit einem Polsterstuhl. Sie standen sich gegenüber, berührten einander fast mit den Armlehnen und wackelten freudig hin und her. Es sah aus, als wären sich zwei Freunde begegnet.

Vi war blaß geworden. Ol faßte seine Frau behutsam am Ellbogen und flüsterte aufmunternd:



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