
Mit einem Seufzer der Erleichterung eilten wir in unsere Wohnung. Poirot durchquerte sogleich das Wohnzimmer und betrat das Schlafzimmer. Dann rief er plötzlich mit seltsam belegter Stimme. »Hastings, er ist tot!«
Ich stürzte ins Zimmer. Der Mann lag noch genau in derselben Stellung wie wir ihn verlassen hatten, jedoch mußte der Tod bereit vor einiger Zeit eingetreten sein. Ich eilte zum Telefon, um einen Arzt herbeizurufen, da ich annahm, daß Dr. Ridgeway noch nicht ein zweites Mal gekommen war. Ich erreichte einen anderen Arzt, der sogleich herkam. »Armer Kerl, er ist bereits tot. Sie haben anscheinend die Bekanntschaft eines Landstreichers gemacht, wie?«
»Möglich«, antwortete Poirot ausweichend. »Was war die Todesursache, Doktor?«
»Das ist schwer zu sagen. Es kann verschiedenes zutreffen, aber anscheinend war es ein Starrkrampf. Gasleitungen sind nicht vorhanden?«
»Nein, nur elektrischer Strom - sonst nichts.«
»Und beide Fenster sind weit geöffnet. Ich möchte sagen, er ist bereits seit zwei Stunden tot. Sie werden es wohl selbst übernehmen, die Angehörigen zu benachrichtigen, nicht wahr?« Damit verabschiedete er sich. Nachdem Poirot einige notwendige Telefongespräche erledigt hatte, rief er zu meiner Überraschung noch unseren alten Freund Inspektor Japp an und bat ihn, wenn möglich gleich vorbeizukommen. Kaum hatte er eingehängt, als Mrs. Pearson erschien, die Augen weit geöffnet.
»Da draußen ist ein Mann von der Heilanstalt, wollen Sie ihn empfangen, und soll er heraufkommen?« Wir waren einverstanden, und ein großer, stämmiger Mann in Uniform betrat das Zimmer.
»Guten Morgen, meine Herren«, sagte er freundlich, »ich vermute, daß sich einer meiner Schützlinge bei Ihnen aufhält. Gestern abend ist er entwichen.«
