Er hatte gar keine Ahnung davon, daß etwas vorgefallen war, wenigstens behauptete er es. Dann kam Betsy zurück, ging in das Wohnzimmer, sah, was geschehen war, und stieß einen Schrei aus, der Tote hätte erwecken können. Das ist alles völlig klar und einleuchtend. Jemand hatte das Haus betreten, während die zwei abwesend waren, und erledigte den alten Herrn. Aber hierbei kam mir der Gedanke, daß es sich doch wohl um einen ziemlich dreisten Burschen gehandelt haben mußte. Er mußte von der Dorfstraße her gekommen oder durch einen der Hintergärten geschlichen sein. >Granite Bungalow <ist, wie Sie sehen, von vielen Häusern umgeben. Wie ist es möglich, daß niemand ihn gesehen hat?«

Der Inspektor machte eine bedeutungsvolle Pause. »Ich teile durchaus Ihre Ansicht«, sagte Poirot, »doch was weiter?«

»Nun, Sir, ich sagte mir, da muß etwas faul sein, und ich begann deshalb, mich etwas umzusehen. Da waren die verschwundenen Jadefiguren. Würde ein gewöhnlicher Landstreicher ihren Wert erkannt haben? Irgendwie erschien es mir als reiner Wahnsinn, eine solche Tat am hellen Tage zu begehen. Angenommen, der alte Herr hätte um Hilfe gerufen?«

»Ich darf wohl annehmen, Inspektor«, sagte Mr. Ingles, »daß ihm die Wunde am Kopf vor seinem Tode beigebracht wurde?«

»Sehr richtig, Sir; zuerst betäubte ihn der Mörder, und dann schnitt er ihm den Hals durch. Das ist mir vollkommen klar.

Aber wie, zum Teufel, ist es hinein- und wieder herausgekommen? Ein Fremder fällt in einem kleinen Ort wie diesem sehr schnell auf. Ich glaubte zuerst, daß überhaupt kein Fremder dagewesen war, und untersuchte die ganze Umgebung. Es hatte in der vergangenen Nacht geregnet, und ich fand deutliche Fußabdrücke nach der Küche und wieder heraus. Im Wohnzimmer waren nur zwei verschiedene Fußspuren; die von Betsy Andrews gingen bis zur Tür. Mr. Whalley hatte Hausschuhe getragen. Ein anderer aber war in die Blutlachen getreten, und so verfolgte ich diese Spuren - entschuldigen Sie bitte, Sir.«



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