
»Wie denkst du nun wirklich darüber, Poirot? Glaubst du, daß mehr dahintersteckt, als es den Anschein hat?«
»Das ist gerade die große Frage, mon ami. Whalley sagt nur zu deutlich in seinem Schreiben, daß die Großen Vier hinter ihm her waren, und du sowohl wie ich, wir wissen beide, daß die Großen Vier durchaus nicht nur ein Kinderschreck sind. Doch alles spricht dafür, daß dieser Grant tatsächlich den Mord begangen hat. Was veranlaßte ihn dazu? Tat er es nur, um in den Besitz der kleinen Jadefiguren zu gelangen? Oder ist er das Werkzeug der Großen Vier? Ich muß gestehen, daß mir das letztere wahrscheinlicher scheint. Jedoch, wie wertvoll die Figuren auch sein mögen, so hat ein Mann von seinem Stande keine Ahnung davon - auf jeden Fall nicht in dem Ausmaße, um deswegen einen Mord zu riskieren. Das, par exemple, sollte auch dem Inspektor einleuchten. Grant hätte ebensogut die Jadefiguren stehlen und sich damit aus dem Staube machen können, anstatt einen so brutalen und eigentlich zwecklosen Mord zu begehen. Ich fürchte, unser Freund aus Devonshire hat seine kleinen grauen Zellen nicht genügend in Funktion treten lassen. Er hat zwar Fußspuren untersucht, es jedoch unterlassen, die Tatsachen nach gewissen Methoden und Überlegungen zu ordnen.«
4
Der Inspektor zog den Schlüssel aus der Tasche und öffnete die Tür zum Bungalow. Nach einem schönen, trockenen Sommertag konnten unsere Schuhe kaum irgendwelche Spuren hinterlassen. Trotzdem reinigten wir sie sorgfältig auf der Matte, bevor wir hineingingen. Eine Frau kam uns aus dem dämmerigen Flur entgegen und sprach einige Worte zum Inspektor, der sich ihr zuwandte und Poirot über die Schulter zurief: »Sehen Sie sich gut um, Monsieur Poirot, und übersehen Sie nichts. Ich bin in ungefähr zehn Minuten wieder zurück. Nebenbei, hier sind Grants Stiefel.« Wir gingen in das Wohnzimmer, während des Inspektors Schritte draußen verhallten. Ingles Aufmerksamkeit wurde durch einige chinesische Raritäten gefesselt, die auf einem Tisch in der Ecke standen.
