»Nun gut, dann sitzt er ziemlich hoffnungslos in der Falle.«

»N'est-ce-pas, Hastings? Aber ich wiederhole, alles widerspricht dem klaren Verstand, so daß es mir keine Ruhe läßt.

Laß uns mal einen Blick in die Kammer werfen. Siehst du, da ist die Blutspur auf der Schwelle und ein schwacher blutbeschmierter Schuhabdruck. Robert Grant war der einzige, der sich zu der Zeit in der Nähe des Hauses befand - er muß es gewesen sein, er und kein anderer.«

»Wie denkst du über die alte Frau?« fragte ich dazwischen. »Sie war allein im Haus, nachdem Grant gegangen war, um Milch zu holen. Sie könnte ihn getötet und dann das Zimmer verlassen haben. Ihre Schuhe hätten keine Spuren hinterlassen, denn sie war noch nicht draußen gewesen.«

»Sehr gut, Hastings, ich wartete darauf, daß dir etwas dergleichen einfallen würde. Ich hatte selbst auch schon daran gedacht, aber Betsy Andrews ist eine Frau aus dem Orte und überall bekannt. Sie kann keine Verbindung mit den Großen Vier haben, und außerdem war der alte Whalley ein ziemlich kräftiger Mann. Diese Tat ist die eines Mannes.«

»Wäre es nicht denkbar, daß die Großen Vier in der Zimmerdecke irgendeine teuflische Vorrichtung angebracht hätten, etwas, das sich automatisch senkt, den Hals des alten Herrn durchschneidet und dann wieder nach oben verschwindet?«

»Wie die Jakobsleiter? Ich weiß, Hastings, du hast eine blühende Phantasie; aber bitte, halte sie in Grenzen.« Ich gab mich geschlagen. Poirot setzte seine Untersuchungen fort, schnüffelte in allen Behältern und Regalen mit einem ausgesprochen mißmutigen Gesichtsausdruck herum. Plötzlich jedoch stieß er einen aufgeregten Laut aus, der an das Gejaul eines Jagdhundes erinnerte. Ich rannte zu ihm. Er stand mitten in der Speisekammer und schwang dramatisch eine Hammelkeule!

»Mein lieber Poirot«, rief ich, »was ist los mit dir, hast du plötzlich den Verstand verloren?«



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