
»Sie haben wohl nicht allzu großes Interesse an meinen Untersuchungen, Monsieur?« fragte Poirot. Mr. Ingles lächelte leise vor sich hin.
»Sehen Sie, das ist nichts für mich. Ich bin zwar Sachverständiger auf verschiedenen Gebieten, aber dieses gehört nicht dazu. So halte ich mich denn im Hintergrund und stehe keinem im Wege. Ich habe das im Fernen Osten gelernt.« Der Inspektor kam außer Atem an und entschuldigte sich, so lange fortgeblieben zu sein. Er bestand zwar darauf, uns noch weiteren Einblick in die Umstände zu vermitteln, doch machten wir uns schließlich auf den Weg. »Ich muß Ihnen immer wieder sagen, Inspektor, daß ich Ihnen für Ihre vielen Hinweise sehr verbunden bin«, sagte Poirot unterwegs. »Ich habe aber noch einen letzten Wunsch.«
»Sie wünschen sicherlich die Leiche zu sehen, Sir?«
»O nein, keinesfalls. Daran habe ich nicht das geringste Interesse, aber ich möchte gerne mit Grant sprechen.«
»Dann müssen Sie mit mir nach Moreton fahren, Sir.«
»Gut, das können wir machen. Aber ich muß unter vier Augen mit ihm sprechen.«
Der Inspektor nagte an seiner Oberlippe. »Schauen Sie, Sir, ich bin nicht ganz sicher, ob ich zu solch einer Genehmigung berechtigt bin.«
»Dann kann ich Ihnen versichern, daß Sie die sofortige Genehmigung dazu erhalten werden, wenn Sie Scotland Yard anrufen.«
»Ich habe natürlich schon viel von Ihnen gehört, Sir, und ich weiß auch, daß Sie uns dann und wann unschätzbare Hilfe geleistet haben. Aber es steht nun einmal gänzlich im Gegensatz zu unseren Bestimmungen.«
»Trotzdem ist es notwendig«, drängte Poirot. »Es ist schon deshalb notwendig, weil - Grant gar nicht der Mörder ist.«
»Was sagen Sie da? Wer ist denn der Mörder?«
»Nach meiner Überzeugung war der Mörder ein Mann in mittleren Jahren. Er fuhr zum Bungalow in einem offenen leichten Wagen, betrat das Haus, beging den Mord, kam heraus und fuhr wieder fort. Er trug keine Kopfbedeckung, aber einen mit Blutspritzern bedeckten weißen Mantel.«
