
»Aber dann hätte ihn doch die ganze Ortschaft gesehen!«
»Nicht unter den hier gegebenen Umständen.«
»Wenn es dunkel gewesen wäre, vielleicht nicht, das Verbrechen wurde aber am hellen Tag verübt.« Poirot lächelte nur. »Und wie kommen Sie auf den offenen Wagen, Sir? Es ist zwar eine ganze Anzahl von Fahrzeugen an dem Haus vorbeigefahren, aber keines, auf das Ihre Beschreibung passen würde.«
»Es wurde zwar nicht mit den Augen wahrgenommen, aber in meiner Vorstellung, mein Lieber.«
Der Inspektor griff sich vielsagend an die Stirn und sah mich dabei lächelnd an. Ich war äußerst verwirrt, hatte jedoch volles Vertrauen zu Poirot. Weitere Diskussionen unterblieben, und wir fuhren gemeinsam mit dem Inspektor nach Moreton. Poirot und ich wurden zu Grant geführt, jedoch mußte ein Polizeibeamter bei unserer Unterredung zugegen sein. Poirot kam gleich zur Sache.
»Grant, ich bin überzeugt von Ihrer Unschuld; erläutern Sie mir nochmals mit Ihren eigenen Worten, was tatsächlich geschehen ist.«
Der Gefangene war ein Mann mittlerer Statur, mit auffallend unangenehmen Gesichtszügen. Wenn jemand einem Galgenvogel glich, so war er es.
»Bei meiner Ehre, ich habe nichts mit dem Mord zu tun«, winselte er. »Irgend jemand hat jene kleinen Glasfiguren zwischen meinen Sachen versteckt. Es geschah wirklich nur zu dem Zwecke, mich in Verdacht zu bringen. Wie ich bereits gesagt habe, ging ich auf direktem Wege zu meiner Kammer, als ich das Haus betrat. Ich war völlig ahnungslos bis zu dem Zeitpunkt, da Betsy aufschrie. So wahr mir Gott helfe, ich habe nichts damit zu tun.« Poirot erhob sich.
»Wenn Sie mir nicht die volle Wahrheit sagen können, muß ich unsere Unterredung als beendet ansehen.«
»Aber, hochverehrter Herr -!«
»Sie betraten das Mordzimmer und wußten, daß Ihr Herr ermordet worden war, und waren bereits im Begriff, das Weite zu suchen, als Betsy ihre grauenvolle Entdeckung machte.« Der Mann starrte Poirot mit herunterhängendem Unterkiefer an.
