»Nun, gestehen Sie schon, ist es nicht so? Ich kann Ihnen verraten - auf mein Ehrenwort - Ihre einzige Chance besteht darin, die volle Wahrheit zu sagen.«

»So riskiere ich es eben«, erklärte der Mann plötzlich. »Es war genauso, wie Sie sagten. Ich betrat das Haus und ging geradewegs zu meinem Herrn; ich fand ihn blutüberströmt am Boden liegen. Es galt, klar zu überlegen. Man würde sofort meine Vorstrafen feststellen und mich mit Sicherheit dieses Verbrechens beschuldigen. Mein einziger Gedanke war, mich unverzüglich aus dem Staub zu machen, bevor das Verbrechen entdeckt wurde.«

»Und die Jadefiguren?« Der Mann zögerte.»Sehen Sie -«

»Sagen Sie doch schon, Sie nahmen sie rein instinktiv an sich.

Sie haben von Ihrem Herrn gehört, daß sie einen gewissen Wert hatten, und waren der Meinung, nicht halbe Arbeit machen zu wollen. Das kann ich begreifen. Nun beantworten Sie mir bitte folgendes: Nahmen Sie die Figuren an sich, als Sie zum zweiten Male das Zimmer betraten?«

»Ich war nur einmal im Zimmer, das hat mir völlig gereicht.«

»Sind Sie ganz sicher?«

»Absolut sicher.«

»Gut; wann kamen Sie zuletzt aus dem Gefängnis?«

»Vor zwei Monaten.«

»Wie kamen Sie zu dieser Anstellung?«

»Durch eine Hilfsaktion für entlassene Strafgefangene. Ein Mann erwartete mich, als ich entlassen wurde.«

»Was war das für ein Mann?«

»So etwas wie ein Geistlicher; weicher schwarzer Hut und eine gewählte Sprache. Hatte einen zerbrochenen Vorderzahn und trug eine Brille. Saunders war sein Name. Er sagte, er hoffe, daß ich reumütig sei, und er wolle mir deshalb eine gute Stelle verschaffen. Ich trat meinen Posten beim alten Whalley auf seine Empfehlung an.«



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