»Ein Herr ist soeben eingetroffen, er befindet sich auf Ihrem Zimmer und scheint sich sehr krank zu fühlen. Eine Krankenschwester, die ihn hierher begleitete, hat jedoch bereits wieder das Hotel verlassen.«

»Das ist vollkommen in Ordnung«, sagte Poirot, »er ist ein Freund von mir.«

Zusammen begaben wir uns auf das Zimmer. Auf einem Stuhl in der Nähe des Fensters saß ein hagerer jüngerer Herr, der augenscheinlich zu Tode erschöpft war. Poirot ging auf ihn zu. »Sind Sie John Halliday?« Der Herr nickte.

»Zeigen Sie mir bitte Ihren linken Arm. John Halliday trägt ein Muttermal direkt unter dem linken Ellenbogen.« Der Herr entblößte seinen Arm, wodurch das Mal sichtbar wurde. Poirot nickte der Gräfin zu, die sich alsdann abwandte und den Raum verließ.

Ein Glas Brandy half Halliday wieder etwas auf die Beine. »Mein Gott!« stieß er hervor. »Ich habe Höllenqualen ausgestanden, wahre Höllenqualen! Jene Leute sind Teufel in Menschengestalt. Meine Frau - wo befindet sich meine Frau? Was muß sie nur von mir denken. Man sagte mir, sie würde der Meinung sein - würde annehmen... «

»Das ist durchaus nicht der Fall«, beruhigte ihn Poirot. »Das Vertrauen, das sie in Sie setzt, ist unerschütterlich. Sie werden erwartet - von ihr und Ihrem Kind.«

»Gott sei Dank. Ich kann es kaum fassen, daß ich wieder ein freier Mann bin.«

»Jetzt, da Sie sich wieder etwas erholt haben, Monsieur, möchte ich Sie bitten, mir die ganze Geschichte von Anfang an zu erzählen.«

Halliday sah ihn verstört an. »Ich erinnere mich an gar nichts.«

»Wie soll ich das verstehen?« »Haben Sie jemals von den Großen Vier gehört?«

»Das kann man wohl sagen«, bemerkte Poirot trocken. »Sie wissen jedoch nicht die Hälfte von dem, was ich erfahren habe. Diese Leute verfügen über eine Unbegrenzte Macht.



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