Sofern ich schweige, werde ich mich in Sicherheit befinden; wenn ich jedoch nur ein Wort verlauten lasse, so wird man nicht nur mich, sondern auch alle, die mir lieb und wert sind, in unvorstellbarer Weise quälen. Sie sollten mich nicht ausfragen, denn ich weiß nichts und kann mich an nichts erinnern.« Er erhob sich und verließ mit unsicheren Schritten das Zimmer. Poirots Gesicht verriet äußerste Bestürzung. »Also ist es das?«murmelte er. »Die Großen Vier haben also wiederum über uns triumphiert. Was hältst du denn da in der Hand, Hastings?«

Ich übergab ihm einen Zettel und erklärte, daß die Gräfin etwas in Eile geschrieben hätte, bevor sie uns verließ. Er lautete: »Au revoir - IV.«

»Unterzeichnet mit ihren Initialen I. V. Ist es vielleicht nur ein Zufall, daß man auch eine römische Vier daraus lesen kann? Ich möchte zu gern Näheres darüber wissen, mein lieber Hastings.«

7

In der ersten Nacht nach seiner Befreiung hörte ich Halliday unablässig laut stöhnen und protestieren. Ohne Zweifel hatten seine Erlebnisse in der Villa zu einem Nervenzusammenbruch geführt. Auch am nächsten Morgen erwiesen sich unsere Bemühungen, etwas Konkretes von ihm in Erfahrung zu bringen, als vergeblich. Er wiederholte nur immer wieder seine Erklärungen über die unheimliche Macht der Vier und die Bedrohung, Repressalien ausgesetzt zu sein, sofern er auch nur ein Wort verlauten lassen würde.

Nach dem Lunch reiste er nach England zu seiner Familie, während Poirot und ich in Paris zurückblieben. Ich setzte mich dafür ein, energische Maßnahmen in irgendeiner Form zu ergreifen, denn Poirots Unternehmungslosigkeit enttäuschte mich tief.

»Um Himmels willen, Poirot«, drängte ich, »wir wollen uns endlich aufraffen und uns an ihre Fersen heften.«

»Ich muß mich immer wieder über dich wundern, Hastings. Wen sollen wir denn verfolgen? Drücke dich doch bitte etwas klarer aus.«



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