»Die Großen Vier, natürlich.«

»Cela va sans dire. Was willst du denn unternehmen?«

»Wir könnten uns an die Polizei wenden«, schlug ich zögernd vor.

Poirot lächelte.

»Die würden uns für Phantasten halten. Wir können nichts beweisen, absolut gar nichts, und müssen abwarten.«

»Abwarten, zu welchem Zweck?«

»Abwarten, bis sie irgend etwas unternehmen. Wenn wir uns still verhalten, so müssen die anderen etwas unternehmen. Indem wir nun den anderen die Initiative überlassen, erfahren wir auf diese Weise etwas mehr über sie. Es bleibt unsere Stärke, die andere Seite zum Handeln zu zwingen.«

»Denkst du, daß sie etwas tun werden?« fragte ich ungläubig. »Ich zweifle nicht im geringsten daran. Sieh, um nochmals zu überlegen, sie haben versucht, mich von England wegzulocken. Dies schlug fehl. Daraufhin kommen wir ihnen in der Dartmoor-Affäre in die Quere und retten ihr Opfer vor dem Galgen. Und gestern durchkreuzten wir wiederum ihre Pläne. Ich versichere dir, dies alles werden sie nicht auf sich beruhen lassen.«

Während ich darüber nachdachte, klopfte es an der Tür. Ohne eine Antwort abzuwarten, schob sich ein Mann herein und schloß die Tür gleich wieder hinter sich zu. Er war groß und hager, hatte eine leicht gebogene Nase und eine auffallend gelbliche Gesichtsfarbe.

Er trug einen Überzieher, der bis zum Hals hinauf zugeknöpft war, dazu einen weichen Hut, dessen Krempe die Augen fast verbarg. »Entschuldigen Sie mein unangemeldetes Eindringen, meine Herren«, sagte er mit weicher Stimme, »jedoch ist mein Anliegen etwas ungewöhnlicher Art.«

Er ging lächelnd zum Tisch hinüber und setzte sich. Ich war bereits im Begriffe aufzuspringen, jedoch hielt mich Poirot mit einer beredten Geste zurück.

»Wie Sie bereits bemerkten, Monsieur, ist Ihr Besuch wirklich etwas unkonventionell. Wollen Sie so freundlich sein, uns über dessen Zweck Näheres mitzuteilen?«



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