
Royce nickte.»Kluger Kopf. Wir hatten in dieser Woche ein paarmal leichten Frost, und hin und wieder einen leichten Schneeschauer, doch sicher keinen Frost, der so hart war, daß er acht erwachsene Menschen töten konnte. Menschen in Fell und Leder, wenn ich euch erinnern darf, mit Obdach in der Nähe und der Möglichkeit, ein Feuer zu machen. «Das Grinsen des Ritters war anmaßend.»Will, bring uns dorthin. Ich möchte diese Toten mit eigenen Augen sehen.«
Und dann war nichts mehr zu ändern. Der Befehl war erteilt, und die Ehre hieß sie, sich zu fügen.
Will ritt voraus, und sein zottiger, kleiner Klepper suchte sich sorgsam einen Weg durchs Unterholz. In der Nacht zuvor war ein wenig Schnee gefallen, und Steine und Wurzeln und verborgene Mulden lagen gleich unter der Kruste und warteten auf die Sorglosen und Unachtsamen. Dahinter kam Ser Waymar, und sein großes, schwarzes Streitroß schnaubte voller Ungeduld. Ein Streitroß war das falsche Reittier für Patrouillen, nur war das einem jungen Lord nicht beizubringen. Gared bildete die Nachhut. Beim Reiten murmelte der alte Krieger vor sich hin.
Immer dunkler wurde es. Der wolkenlose Himmel wandelte sich zu einem dunklen Rot, die Farbe einer alten Prellung, dann schließlich war er schwarz. Die ersten Sterne kamen hervor. Die Sichel des Mondes stieg auf. Will war dankbar für das Licht.
«Wir können doch bestimmt auch schneller vorankommen«, sagte Royce, nachdem der Mond ganz aufgegangen war.
«Nicht mit diesem Pferd«, sagte Will. Die Angst machte ihn unverschämt.»Vielleicht möchte Euer Lordschaft vorausreiten?«
Ser Waymar Royce geruhte nicht zu antworten.
Irgendwo tief in den Wäldern heulte ein Wolf.
Will lenkte seinen Klepper zu einem alten, knorrigen Stück Eisenholz und stieg ab.
«Wieso hältst du an?«fragte Ser Waymar.
