»Du bist richtig fies«, sagte die Katze, ließ aber den Vogel los und zog die Krallen ein.

Harry betastete zuerst das Genick des Spechtes; manchmal fliegt ein Vogel gegen eine Fensterscheibe und bricht sich das Genick. Das Genick des Spechtes war unversehrt, und Spechte fliegen gewöhnlich nicht so nahe an Häuser heran. Sie drehte den Vogel um. Nicht die Spur einer Verletzung.

»Der Bursche ist schwer.«

»Wemsagst du das«, stimmte Pewter zu.

»In tadellosem Zustand. Seltsam. Wirklich seltsam.« Harry nahm den Vogel an den Füßen hoch und stand auf. »Präparator« war alles, was sie sagte.

»Ich kann die Federn von einem ausgestopften Vogel genauso gut ausrupfen wie von einem lebendigen.« Pewter lächelte.

»Lass sie gewähren, Pewter«, knurrte Tucker, der die Nase noch wehtat.

Die Katze sagte nichts; sie blieb Harry dicht auf den Fersen, als diese ihre alte große Kühlbox hervorkramte, Eis hineingab, den Specht in eine Plastiktüte wickelte und dann in die Kühlbox legte. Nach dem Nachsäen wollte sie den Präparator aufsuchen.

Dann ging sie zum Stall, brachte die drei Pferde nach draußen, säuberte die Boxen, schrubbte die Wassereimer und war im Nu auf dem Traktor, so fröhlich wie sie nur sein konnte.

Die Tiere hatten nicht den Wunsch, hinter dem Traktor her zu rennen, während Harry monoton auf den Feldern hin und her fuhr. So legten sie sich unter einem großen weißen Fliederstrauch nieder, dessen Blüten halb geöffnet waren. Pewter und Tucker riefen einen Waffenstillstand aus.

»Der war unheimlich - dieser Specht.« Mrs. Murphy beobachtete einen vorbeiziehenden Schwarm Marienkäfer.

»Ein Omen. Gefundener Schatz«, schnurrte Pewter.

Tucker legte den Kopf auf die Pfoten.»Ein böses Omen, wenn du der Specht bist.«

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