
»Selbstverständlich«, antwortete die Lernschwester gehorsam. »Als der medizinische Offizier der Treevendar, ein Stabsarzt des Monitorkorps namens Turragh-Mar, mir diese Krankenakte übergab, sagte er, daß der Patient auf den ersten Blick völlig gesund wirke und sich sein Zustand nicht verändert habe, wandte aber ein, daß womöglich eine gewisse psychologische Komponente ein Rolle spiele. Der einzige Beweis, der nach meinen Dafürhalten bislang für diese These spricht, ist die ausgeprägt fremdenfeindliche Reaktion, die der Patient während des Transports hierher an den Tag gelegt hat. Wie ich aus unserem vorangegangenen Gespräch entnommen habe, hat der Patient bislang, falls überhaupt, nur sehr beschränkten Kontakt mit Extraterrestriern gehabt. Offenbar fühlte er sich von dem Anblick der Mitarbeiter, die uns in den Korridorenentgegenkamen, belästigt. Ich hatte die Anweisung erhalten, den Patienten während des Transports alles sehen und hören zu lassen, damit er einen ersten Eindruck gewinnen konnte und ihn auf zukünftige nähere Kontakte mit Extraterrestriern vorbereitet würde. Als wir auf der Station ankamen, schien der Patient seine Xenophobie wenigstens einigermaßen unter Kontrolle zu haben, mit Ausnahme einer Spezies, die er noch immer optisch abstoßend findet und… «
»Danke, danke«, unterbrach die andere Stimme die Lernschwester. »Und jetzt gehen Sie sofort in die Kantine, und lassen Sie sich mit Ihrem Nahrungspräparat einsprühen, bevor Sie mir hier noch vor Hunger zusammenbrechen. Ich werde mich ab jetzt selbst um den Patienten kümmern.«
Die Sichtblenden wurden hochgezogen, und noch während sie in der Decke verschwanden, enthüllten sie ein gräßliches Etwas, das am Fußende von Hewlitts Bett stand. Bei dem fruchtlosen Versuch, zwischen sich und dem Ungetüm mehr Abstand zu schaffen, preßte er sich instinktiv mit aller Kraft gegen die Rückenlehne.
