
»Na, wie geht's uns denn, Patient Hewlitt?« erkundigte sich das Ungetüm freundlich. »Ich bin übrigens Oberschwester Leethveeschi, und wie Sie sicherlich schon bemerkt haben werden, bin ich eine Illensanerin… «
2. Kapitel
Die dicken, fleischigen, gelbgrünen Blätter in der Chlorhülle zuckten, dann öffneten sie sich und zwei stummelartige Beine kamen zum Vorschein, die von etwas bedeckt waren, das wie ölige Pusteln aussah. Damit bewegte sich das Wesen ein Stück vom Fußende zurück.
»Keine Angst, Patient Hewlitt, ich habe überhaupt nicht vor, mich Ihnen zu nähern, und ich will Sie auch ganz bestimmt nicht anfassen, es sei denn, es ist aufgrund eines medizinischen Notfalls unumgänglich«, beruhigte Leethveeschi ihren neuen Patienten. »Vielleicht hilft es Ihnen ja weiter, wenn Sie einmal darüber nachdenken, welche optische Wirkung Ihr weicher Körper mit seiner rosafarbenen, glatten Haut auf mein ästhetisches Empfinden hat. Also hören Sie bitte auf damit, sich mit dem Rücken durch die Wand drücken zu wollen. Falls es Ihnen hilft, können Sie ja die Augen schließen, während Sie mir zuhören. Erstens, haben Sie in letzter Zeit etwas gegessen? Zweitens, verspüren Sie einen starken Drang, Körperabfälle auszuscheiden?«
»A-also… ich…«, stammelte Hewlitt. Wider Erwarten ließ er die Augen offen und versuchte, die eklige Kreatur feindselig zu fixieren. Doch entdeckte er viel zu viele dunkle, nasse Verdickungen, die sich überall zwischen den öligen Farnwedeln und Membranen zeigten, als daß er hätte sagen können, welche davon Augen waren. »Gegessen habe ich, kurz bevor ich vom Schiff gegangen bin, und auf die Toilette muß ich auch nicht.«
»Dann haben Sie auch keinen Grund, das Bett zu verlassen«, stellte die Oberschwester klar.
