
Poirot murmelte wieder: «So!» Dann bemerkte er: «Ich sehe, daß Sie sich am Kinn geschnitten haben.»
Hugh führte die Hände an sein Kinn.
«Ja, ein gründlicher Schnitt. Vater hat mich eines Tages beim Rasieren erschreckt. Ich bin jetzt etwas zappelig, wissen Sie. Und außerdem hatte ich einen Ausschlag am Kinn und am Hals, und das erschwert das Rasieren sehr.»
«Sie sollten eine lindernde Rasiercreme verwenden», riet Poirot.
«Das tue ich ohnedies, Onkel George hat mir eine gegeben.» Plötzlich lachte er.
«Wir sprechen wie in einem Schönheitssalon für Damen. Salben, Wunderpillen, Augenwasser. Wo soll das hinaus, Monsieur Poirot?»
Poirot erklärte gelassen: «Ich versuche mein möglichstes für Diana Maberly zu tun.» Hughs Stimmung schlug um. Sein Gesicht wurde ernst. Er legte seine Hände auf Poirots Arm. «Ja, tun Sie, was Sie können für sie. Sagen Sie ihr, daß sie vergessen muß. Sagen Sie ihr, daß es keinen Sinn hat zu hoffen … Erzählen Sie ihr einige von den Dingen, die ich Ihnen berichtet habe … Sagen Sie ihr – oh, sagen Sie ihr, daß sie sich um Himmels willen von mir fernhalten soll! Das ist das einzige, was sie jetzt für mich tun kann. Sich fernhalten – und versuchen zu vergessen!»
V«Haben Sie Mut, Mademoiselle? Viel Mut? Sie werden ihn brauchen.»
Diana rief heftig aus:
«Dann ist es also wahr! Es ist wahr, er ist wahnsinnig?»
«Ich bin kein Irrenarzt, Mademoiselle. Ich kann nicht sagen, ob dieser Mann verrückt ist oder normal –»
Sie kam näher zu ihm heran.
«Admiral Chandler glaubt, daß Hugh wahnsinnig ist. George Frobisher glaubt, daß er wahnsinnig ist. Hugh selbst glaubt, daß er wahnsinnig ist –»
Poirot beobachtete sie:
«Und Sie, Mademoiselle?»
«Ich? Ich sage, daß er nicht wahnsinnig ist! Deshalb – » Sie stockte.
