Diana hatte sich schluchzend auf das Bett geworfen.

Admiral Chandler sagte mit unsicherer Stimme:

«Du hast recht, George – Du hast recht, ich weiß. Der Junge hat Courage …»

Auch Frobishers Stimme brach. «Er ist ein Mann», sagte er leise.

Chandler unterbrach den Augenblick des Schweigens. «Zum Teufel, wo ist der verdammte Ausländer?»

VII

In der Gewehrkammer hatte Hugh Chandler sein Gewehr vom Ständer genommen und war dabei, es zu laden, als Hercule Poirots Hand auf seine Schulter fiel.

Hercule Poirot sagte nur ein Wort, aber das sagte er sonderbar gebieterisch: «Nein!»

Hugh Chandler starrte ihn an. Mit zorniger, heiserer Stimme brummte er:

«Hände weg! Mischen Sie sich nicht hinein. Es wird eben ein Unglücksfall gewesen sein. Es ist der einzige Ausweg.»

Hercule Poirot wiederholte das eine Wort:

«Nein!»

«Begreifen Sie denn nicht, daß, wenn Dianas Tür nicht zufällig verschlossen gewesen wäre, ich Diana die Kehle durchgeschnitten hätte! – Diana! – mit diesem Messer hier!»

«Ich begreife nichts dergleichen. Sie hätten Miss Maberly nicht getötet.»

«Ich habe aber doch die Katze umgebracht, nicht wahr?»

«Nein, Sie haben die Katze nicht umgebracht. Sie haben den Papagei nicht umgebracht. Sie haben die Schafe nicht umgebracht.»

Hugh riß die Augen auf. Er fragte:

«Sind Sie verrückt oder bin ich es?»

Hercule Poirot erwiderte:

«Keiner von uns beiden ist verrückt.»

In diesem Augenblick kamen Admiral Chandler und Colonel Frobisher herein, gefolgt von Diana.

Hugh Chandler sagte leise und wie betäubt:

«Dieser Mann sagt, daß ich nicht verrückt bin …»

«Ich bin glücklich Ihnen sagen zu können», warf Poirot ein, «daß Sie geistig vollkommen normal sind.»



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