
Er wandte sich an den jungen Mann. «Und um Ihnen die letzten Zweifel zu nehmen, will ich Ihnen sagen, daß dies keine Vermutungen sind, sondern Tatsachen. Ihre Rasiercreme war stark mit Atropinsulfat vermengt. Ich habe eine Probe genommen und sie untersuchen lassen.»
Bleich und bebend fragte Hugh:
«Wer hat das gemacht? Warum?»
«Das beschäftigt mich, seit ich hier angekommen bin. Ich habe nach einem Motiv für einen Mord gesucht. Diana Maberly hätte durch Ihren Tod finanziell profitiert, aber ich habe sie nicht ernstlich in Erwägung gezogen –»
Hugh Chandler brauste auf:
«Das will ich hoffen!»
«Ich faßte ein anderes Motiv ins Auge. Das ewige Dreieck. Zwei Männer und eine Frau. Colonel Frobisher war in Ihre Mutter verliebt. Admiral Chandler hat sie geheiratet.»
Admiral Chandler rief aus:
«George! George! Ich kann es nicht glauben!»
Hugh fragte ungläubig:
«Glauben Sie, daß Haß sich – auf einen Sohn übertragen kann?»
Hercule Poirot sagte:
«Unter gewissen Umständen, ja.»
Frobisher rief:
«Es ist eine infame Lüge! Glaube ihm nicht, Charles.»
Chandler schauderte vor ihm zurück. Er murmelte:
«Datura … Indien – ja, ich sehe … Und wir hätten nie Gift vermutet … nicht, wo Wahnsinn schon in der Familie ist …»
«Mais oui!» Hercule Poirots Stimme erhob sich schrill: «Wahnsinn in der Familie. Ein Irrer, der auf Rache sinnt – schlau wie die Irren sind – der seinen Irrsinn jahrelang verheimlicht.» Er schoß zu Frobisher herum. «Mon Dieu, Sie müssen gewußt haben, Sie müssen geahnt haben, daß Hugh Ihr Sohn ist? Warum haben Sie es ihm nie gesagt?»
Frobisher würgte und stammelte:
