
«Geistig gesund – Ich bin geistig gesund?» fragte Hugh.
Er machte einen Schritt auf Diana zu. Frobisher erklärte barsch:
«Du bist geistig völlig gesund. In unserer Familie ist keine erbliche Belastung.»
Diana flüsterte:
«Hugh …»
Admiral Chandler ergriff Hughs Gewehr.
«Alles purer Unsinn! Ich glaube, ich werde in den Wald gehen und sehen, ob ich ein Kaninchen schießen kann –»
Frobisher wollte ihm nachstürzen, aber Hercule Poirot hielt ihn zurück.
«Sie sagten selbst – gerade jetzt – daß es der beste Ausweg sei …»
Hugh und Diana hatten das Zimmer verlassen.
Die beiden Männer, der Belgier und der Engländer, beobachteten den letzten der Chandler, wie er den Park durchquerte und hinauf in die Wälder ging.
Bald darauf hörten sie einen Schuß.
8. Die Stuten des Diomedes
IDas Telefon klingelte.
«Hallo, Poirot, sind Sie es?»
Hercule Poirot erkannte die Stimme des jungen Doktor Stoddart. Er konnte Michael Stoddart gut leiden, mit seinem scheuen, treuherzigen Lächeln und seinem naiven Interesse für Kriminalistik, und er schätzte ihn als fleißigen, tüchtigen Arzt.
«Es ist mir schrecklich, Sie in Ihrer Ruhe zu stören – »fuhr die Stimme fort und stockte dann. «Aber etwas scheint Sie in Ihrer Ruhe gestört zu haben», erwiderte Poirot schlagfertig. «Stimmt genau.» Michael Stoddarts Stimme klang erleichtert. «Sie haben es erraten.»
«Eh bien, was kann ich für Sie tun, mein Freund?» Stoddart schien eingeschüchtert. Er stotterte ein wenig, als er antwortete:
«Sie werden es für eine große Unverschämtheit halten, wenn ich Sie bitte, zu dieser Nachtstunde herüberzukommen … A-a-aber ich bin in der K-K-Klemme.»
