Eigentum der Familie ist. Hugh ist der einzige Sohn. Er ging zur Marine – alle Chandlers sind Seeleute – es ist eine Art Tradition – seit Sir Gilbert Chandler im Jahre Fünfzehnhundert und etwas mit Sir Walter Raleigh auf den Meeren segelte. Hugh ging selbstverständlich zur Marine; sein Vater hätte nichts anderes geduldet. Und doch – und doch hat sein Vater darauf bestanden, daß er den Dienst quittiert!»

«Wann war das?»

«Vor fast einem Jahr. Ganz plötzlich.»

«War der junge Chandler in seinem Beruf glücklich?»

«Vollkommen.»

«Ist nicht irgendein Skandal vorgekommen?»

«Im Zusammenhang mit Hugh? Keineswegs. Er kam glänzend vorwärts. Er – er konnte seinen Vater nicht verstehen.»

«Welche Gründe gab Admiral Chandler selbst an?»

«Er gab nie einen triftigen Grund an. Oh! Er sagte, Hugh müsse lernen, das Gut zu verwalten – aber – aber das war nur ein Vorwand», klagte Diana. «Sogar George Frobisher hat das bemerkt.»

«Wer ist George Frobisher?»

«Colonel Frobisher. Er ist Admiral Chandlers bester Freund und Hughs Taufpate. Er verbringt den größten Teil des Jahres in Lyde Manor.»

«Und was sagte Colonel Frobisher zu Admiral Chandlers Entschluß, daß sein Sohn den Dienst bei der Marine aufgeben sollte?»

«Er war sprachlos. Er konnte es nicht fassen. Niemand konnte es fassen.»

«Nicht einmal der junge Chandler selbst?»

Diana antwortete nicht gleich. Poirot wartete einen Augenblick, dann fuhr er fort:

«Damals war er vielleicht selbst verblüfft. Aber jetzt? Hat er nichts gesagt – gar nichts?»

«Er sagte – vor ungefähr einer Woche – sein Vater habe recht – es sei das einzig Mögliche gewesen», murmelte Diana widerstrebend.

«Haben Sie ihn gefragt warum?»

«Natürlich, aber er wollte es mir nicht sagen.»

Hercule Poirot überlegte eine Weile. Dann forschte er weiter:



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