»Einem Mann?«

»Einem großen Mann, ein Meter dreiundachtzig groß.«

»Wie absurd! - Ein Riese, eine Mißgeburt!« »Irgendwie.« sie wählte ihre Worte vorsichtig, »sah er gar nicht absonderlich aus. Obwohl er so groß war. Und er hatte - ja, ich weiß, du wirst das für albern halten - er hatte blaue Augen!«

»Hat man schon so etwas gehört? Blaue Augen!« sagte Her K kopfschüttelnd. »Was du dir zusammenträumst! Vielleicht hatte er sogar schwarzes Haar, wie?«

»Woher weißt du das?« fragte sie überrascht.

»Ich habe nur die unwahrscheinlichste Farbe genannt«, erwiderte er unbewegt.

»Es war tatsächlich schwarz!« rief sie. »Und er hatte eine sehr weiße Haut; er sah ganz ungewöhnlich aus! Er trug eine seltsame Uniform, und er kam vom Himmel herab und hat sich freundlich mit mir unterhalten.« Sie lächelte.

»Vom Himmel? - Was für ein Unsinn!«

»Er kam in einem Ding aus Metall, das in der Sonne glitzerte«, erinnerte sie sich. Sie schloß die Augen, um das Bild wieder heraufzubeschwören. »Im Traum sah ich den Himmel, und da blitzte etwas auf wie eine Münze, die man in die Luft geworfen hat, und plötzlich wurde es größer, schwebte lautlos herab und landete, ein langes silbernes Gebilde, rund und fremd. An seiner Flanke öffnete sich eine Tür, und der große Mann trat heraus.«

»Wenn du mehr arbeiten würdest, hättest du keine so albernen Träume«, warf er ein.

»Mir hat der Traum Spaß gemacht«, erwiderte sie und lehnte sich zurück. »Ich wußte nicht, daß ich soviel Fantasie habe. Schwarzes Haar, blaue Augen und weiße Haut! Was für ein seltsamer Mann, und doch. Er sah gut aus.«

»Wunschdenken.«

»Jetzt bist du ungerecht. Ich habe ihn mir nicht absichtlich ausgedacht; er ist mir nur so in den Sinn gekommen. Es war gar nicht wie sonst beim Träumen - sondern ganz unerwartet und irgendwie anders. Er schaute mich an und sagte: >Ich bin Nathaniel York.. .<.«



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