»Ein blödsinniger Name; überhaupt kein Name«, warf er ein.

»Natürlich ist es kein sinnvoller Name, es ist doch auch nur ein Traum«, versuchte sie zu erklären. »Und er sagte: >Wir haben die erste Reise durch das All unternommen. Wir sind nur zu zweit in unserem Schiff, ich und mein Freund Bert<.«

»Noch so ein blödsinniger Name.«

»Und er sagte: >Wir kommen aus einer Stadt auf der Erde; das ist der Name unseres Planeten<«, fuhr Frau K unbeirrt fort. »Ja, das hat er gesagt: Erde. Das war der Name. Und er sprach in einer unbekannten Sprache, aber irgendwie verstand ich ihn doch. Es muß wohl Telepathie gewesen sein.«

Herr K wandte sich ab, doch mit einem Wort hielt sie ihn zurück. »Yll?« rief sie leise. »Fragst du dich nicht auch manchmal, ob. nun, ob es Lebewesen auf dem dritten Planeten gibt?«

»Der dritte Planet kann kein Leben tragen«, erwiderte ihr Mann geduldig. »Unsere Wissenschaftler haben festgestellt, daß die Atmosphäre des dritten Planeten viel zuviel Sauerstoff enthält.«

»Aber wäre es nicht faszinierend, wenn es dort wirklich Leute gäbe? Und wenn sie in einer Art Schiff durch das All reisten?«

»Ylla! Du weißt, wie ich diese Gefühlsduseleien hasse. Gehen wir lieber wieder an die Arbeit.«

Es war spät am Nachmittag, als sie auf ihren Wanderungen zwischen den Säulen das Lied zu singen begann. Immer wieder begann sie die Melodie.

»Was ist das für ein Lied?« fragte ihr Mann, als er sich zu ihr an den Feuertisch setzte.

»Ich weiß es nicht.« Sie blickte auf, erstaunt über sich selbst.

Sie hob überrascht die Hand an den Mund. Die Sonne ging unter. Mit dem hereinbrechenden Abend begann sich das Haus wie eine riesige Blume auf die Nacht vorzubereiten. Ein Windhauch sprang zwischen den Pfeilern auf, der Feuertisch ließ seine silbrige Lava aufsprudeln. Der Wind spielte in Frau Ks rotbraunem Haar.



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