
Sie hatte nur Augen für den Himmel.
Der Mann sagte etwas.
Sie betrachtete den Himmel.
»Hast du gehört, was ich gesagt habe?«
»Nein.«
»Warum hörst du mir nicht zu?« fragte er gereizt.
»Ich habe nachgedacht.«
»Heute scheint dich der Himmel mehr als alles andere zu interessieren!« sagte er. »Ich habe nicht gewußt, daß du eine Naturfreundin bist.«
»Er ist sehr schön.« »Ich überlege gerade«, sagte ihr Mann nachdenklich, »ob ich heute abend Hulle anrufen sollte. Ich möchte arrangieren, daß wir ein paar Tage in die Blauen Berge fahren - vielleicht für eine Woche. «
»Die Blauen Berge?« Sie hielt sich mit einer Hand am Rand des Baldachins fest und wandte sich hastig zu ihm um.
»Es ist ja nur ein Vorschlag.«
»Wann willst du fahren?« fragte sie mit bebenden Lippen.
»Ich habe gedacht, daß wir vielleicht morgen früh gleich. Du weißt, man soll den Tag früh beginnen.«
»Aber wir fahren doch sonst nie zu Anfang des Jahres!«
»Nun ja, dieses eine Mal, ich dachte mir eben.« Er lächelte. »Es wird uns sicher gut tun, einmal Pause zu machen, etwas anderes zu sehen; Frieden und Stille - du weißt schon. Du hast doch nicht etwa andere Pläne? Wir fahren doch, ja?«
Sie atmete tief, zögerte einen Augenblick und erwiderte dann: »Nein!«
»Was?« Sein Aufschrei erschreckte die Vögel. Das Fahrzeug begann zu schaukeln.
»Nein«, sagte sie entschlossen. »Ein für allemal. Ich komme nicht mit.«
Er betrachtete sie, und sie schwiegen beide. Sie wandte sich ab.
Die Vögel flogen weiter, zehntausend Feuerbrände im Wind.
In der Morgensonne, die durch die Kristallsäulen schimmerte, begann sich der Nebel aufzulösen, auf dem die schlafende Ylla ruhte.
