
«Mit Ausnahme von Monsieur Poirot!», stellte Japp fest. «Er gäbe eine prächtige Reklame für Haartonika ab. Sein Schnurrbart gedeiht prächtiger denn je. Aber schließlich tritt er ja in seinen alten Tagen auch mehr ins Licht der Öffentlichkeit denn je. Ist in alle wichtigen Fälle unserer Tage verwickelt. Verbrechen in Zügen, in Flugzeugen, Morde in der höchsten Gesellschaft – er ist da und dort und überall dabei. War noch nie so gesucht und berühmt wie seit seinem Rücktritt!»
«Ich habe Hastings bereits gestanden, dass ich wie eine Primadonna immer noch ein letztes Mal erscheine», sagte Poirot lachend.
«Mich würde es gar nicht wundern, wenn Sie einmal sogar Ihren eigenen Tod kriminalistisch untersuchten», grinste Japp.
«Sie, das wäre eine Idee! Darüber müsste jemand ein Buch schreiben!»
Poirot zwinkerte mir zu. «Das könnte Hastings übernehmen.»
Ich begriff nicht, was daran so amüsant sein sollte, und fand den Spaß überhaupt nicht sonderlich geschmackvoll. Witze über das mögliche Ableben eines Menschen, noch dazu eines Anwesenden, kamen mir ganz und gar nicht lustig vor.
Vielleicht stand mir dieses Empfinden auf dem Gesicht geschrieben, denn Japp wechselte plötzlich das Thema.
«Haben Sie schon von Monsieur Poirots anonymem Brief gehört?», fragte er mich.
«Ja, ich habe ihn Hastings neulich zu lesen gegeben», antwortete Poirot für mich.
«Ja, richtig!», rief ich aus. «Das hatte ich total vergessen! War da nicht ein bestimmtes Datum genannt…?»
«Doch, der Einundzwanzigste», sagte Japp. «Das war also gestern, und ich habe noch spät abends mit Andover telefoniert. Das Ganze war also doch ein dummer Scherz. Nichts ist passiert! Kinder haben eine Schaufensterscheibe eingeschlagen, und ein paar Betrunkene haben sich renitent benommen. Diesmal hat sich unser belgischer Freund richtiggehend ins Bockshorn jagen lassen!»
