
«Ich bin sehr erleichtert, muss ich gestehen», sagte Poirot.
«Die Sache ist Ihnen anscheinend wirklich in die Knochen gefahren, wie?» Japp sah Poirot fast liebevoll an. «Sie Guter! Wir kriegen täglich solche Briefe, zu Dutzenden sogar! Menschen, die nichts Gescheiteres zu tun haben und ein bisschen verdreht im Oberstübchen sind, setzen sich hin und schreiben solches Zeug. Sie meinen es gar nicht böse. Es bedeutet ihnen einfach eine spannende Abwechslung.»
«Ich war bestimmt sehr dumm, die Geschichte so tragisch zu nehmen», gab Poirot zu. «Glaubte, meine Nase in ein Welpennest zu stecken.»
«Sie verwechseln Welpen und Wespen, mein Lieber.»
«Pardon?»
«Ach, nichts weiter! – Ja, nun muss ich gehen. Habe in der Nebenstraße einen Juwelendiebstahl aufzuklären. Ich wollte nur schnell vorbeikommen und Ihr Gemüt beruhigen. Es wäre ein Jammer, die kleinen grauen Zellen unnötig in Bewegung zu halten!»
Mit diesen Worten und einem herzhaften Lachen verabschiedete sich Japp.
«Er verändert sich auch nicht mehr, der gute Japp», bemerkte Poirot.
«Er ist ziemlich gealtert», murmelte ich rachsüchtig, «und grau geworden wie ein Dachs.»
Poirot hüstelte und schien nach Worten zu suchen.
«Wissen Sie, Hastings», murmelte er schließlich, «ich möchte Ihnen einen Rat geben… Mein Friseur ist ein ungewöhnlich geschickter Mann… Man befestigt es auf dem Kopf und bürstet dann die eigenen Haare darüber… Es ist keine Perücke, verstehen Sie, sondern ein…»
«Poirot!», rief ich. «Ich möchte ein für alle Mal nichts zu tun haben mit den Fertigkeiten Ihres verdammten Friseurs! Was ist denn überhaupt los mit meinem Kopf?»
«Nichts, durchaus nichts.»
«Ich bin doch schließlich nicht glatzköpfig!»
