»Hier kann man nicht vorsichtig genug sein, Pater«, sagte der Aufseher, als er den fragenden Blick sah, mit dem der Geistliche seine Waffe betrachtete. »In diesem Stock bewachen wir den Abschaum der Erde.«

Er blieb stehen und machte dem Geistlichen ein Zeichen, durch einen Metalldetektor zu gehen, der den auf Flughäfen benützten Geräten glich.

»Tut mir leid, Pater, aber die Vorschriften.« »Natürlich, mein Sohn.«

Als der Geistliche durch den Detektor trat, heulte eine schrille Sirene los. Der Uniformierte umklammerte instinktiv seine Waffe.

Der Geistliche drehte sich um und lächelte den Aufseher beruhigend an.

»Meine Schuld«, sagte er, nahm das an einer Silberkette um seinen Hals hängende schwere Bronzekreuz ab und hielt es dem Polizeibeamten zur Verwahrung hin. Diesmal blieb die Sirene stumm, als er den Detektor durchschritt. Der Aufseher gab ihm das Kreuz zurück, und die beiden setzten ihren Weg ins Innerste des Gefängnisses fort.

Der Gestank im Korridor in der Nähe des Zellenblocks war fast unerträglich.

Der Uniformierte war in philosophischer Stimmung. »Wissen Sie, eigentlich vergeuden Sie hier Ihre Zeit, Pater. Diese Tiere haben keine Seele, die Sie retten könnten.«

»Trotzdem müssen wir’s versuchen, mein Sohn.«

Der Aufseher schüttelte den Kopf. »Auf beide wartet das Fegefeuer, sage ich Ihnen.«

Der Geistliche starrte ihn überrascht an. »Auf beide?« wiederholte er. »Mir hat man gesagt, hier warteten drei darauf, dass ich ihnen die Beichte abnehme.«

Der Polizeibeamte zuckte mit den Schultern. »Wir haben Ihnen etwas Zeit erspart. Zamora ist heute morgen in der Krankenabteilung gestorben. Herzschlag.«

Die Männer hatten die beiden letzten Zellen erreicht.

»Hier müssen wir hin, Pater.«



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