»Nein«, sagte er,»ich mache keine Scherze.«Er zeigte auf einen kleinen Platz, der von Bäumen eingefaßt war.»Da drüben ist das Lokal, das ich meine. Es ist noch offen. Wir fallen nicht auf. Es kommen fast nur Ausländer dahin. Man wird uns für Leute halten, die morgen reisen werden. So wie die andern, die dort ihre letzte Nacht in Portugal feiern und morgen aufs Schiff gehen.«

Das Lokal war eine Art von Bar mit einem kleinen Viereck zum Tanzen und einer Terrasse, ein Platz, zurechtgemacht für den Touristenverkehr. Man hörte eine Gitarre und sah im Hintergrund eine Fadosängerin. Auf der Terrasse waren einige Tische mit Fremden besetzt. Eine Frau in einem Abendkleid und ein Mann in einem weißen Smoking waren dabei. Wir fanden einen Platz am Ende der Terrasse. Man konnte auf Lissabon hinabsehen, auf die Kirchen im blassen Licht, die erleuchteten Straßen, den Hafen, die Docks und auf das Schiff, das eine Arche war.

»Glauben Sie an ein Weiterleben nach dem Tode?«fragte der Mann mit den Billetts.

Ich blickte auf. Ich hätte alles andere erwartet. Es war eine zu unvermutete Frage.»Ich weiß es nicht«, erwiderte ich schließlich.»Ich war in den letzten Jahren zu sehr mit dem Weiterleben vor dem Tode beschäftigt. Wenn ich in Amerika bin, werde ich gern darüber nachdenken«, fügte ich hinzu, um ihn daran zu erinnern, daß er mir die Billetts versprochen hatte.

»Ich glaube nicht daran«, sagte er.

Ich atmete auf. Ich war bereit, einem Unglücklichen zuzuhören, aber ich hätte nicht gern diskutiert. Ich hatte keine Ruhe dazu. Unten lag das Schiff.

Der Mann saß eine Zeitlang da, als schliefe er mit offenen Augen. Dann, als der Gitarrespieler auf die Terrasse kam, wachte er auf.»Ich heiße Schwarz«, sagte er.»Es ist nicht mein richtiger Name; er ist der, der auf meinem Paß steht. Aber ich habe mich an ihn gewöhnt, und er wird für heute nacht genügen. Waren Sie lange in Frankreich?«

»So lange es ging.«



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