Hain war mit dem Essen schon fertig und klopfte auf seinen großen Bauch.

»Ich bin in ein, zwei Jahren zur ersten Verjüngung fällig. Ich bin fast neunzig und fürchte, daß ich in den letzten Jahren sehr rücksichtslos mit mir umgesprungen bin.«

»Nun, meine Laufbahn hängt hier an der Wand«, sagte Brazil nach einer Pause, »und was Bürgerin Vardia macht, ist klar. Aber was veranlaßt Sie, zwischen den Sonnensystemen herumzuflitzen, Hain?«

»Ich bin — tja, nun, ein Verkäufer, Captain«, erwiderte der dicke Mann. »Alle Planeten sind in den Überschüssen, die sie produzieren, auf ihre Weise einzigartig. Was auf dem einen Überschuß ist, wird auf dem anderen meist gebraucht — wie das Korn, das Sie in Ihrem schönen Schiff transportieren. Ich bin ein Mann, der solche Geschäfte abschließt.«

»Und Sie, Bürgerin Wu Julee?«fragte Brazil. »Sind Sie seine Sekretärin?«

Das Mädchen wirkte tief verwirrt. Sie hat echte Angst, dachte Brazil erstaunt. Sie wandte sich sofort Hain zu und sah ihn flehend an.

»Meine — äh, Nichte ist sehr scheu und still, Captain«, sagte Hain sofort. »Sie bleibt lieber im Hintergrund. Du bleibst doch lieber im Hintergrund, nicht wahr, meine Liebe?«

Sie erwiderte mit einer Stimme, die vom Nichtgebrauch ganz brüchig war, dünn und ausdruckslos wie jene von Vardia.

»Ich ziehe es vor, im Hintergrund zu bleiben«, meinte sie dumpf wie eine Maschine.

»Verzeihung«, sagte Brazil zu ihr und hob resigniert die Hände.

Seltsam, dachte er. Die eine, die wie ein Roboter aussieht, ist gesprächig und ein bißchen neugierig, und die andere, die wie ein richtiges Mädchen aussieht, ist ein Roboter. Nach dem Aussehen darf man nicht gehen.

Vardia brach das Schweigen. Schließlich war sie für den diplomatischen Dienst erschaffen worden.



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